Amazon Aktie: Investitionsdruck

Amazon treibt Ausbau von Medikamentenlieferungen und Satellitennetz voran, doch die für 2026 geplanten Investitionen in Höhe von 200 Milliarden US-Dollar belasten die Aktie.

Die Kernpunkte:
  • Ausbau der Same-Day-Lieferung für Medikamente
  • Genehmigung für 4.500 zusätzliche Kuiper-Satelliten
  • Geplante Investitionen von 200 Mrd. USD für 2026
  • AWS verzeichnet starkes Umsatzwachstum

Amazon treibt zwei große Baustellen gleichzeitig voran: schnellere Medikamentenlieferungen in den USA und den Ausbau seiner Satellitenflotte für Projekt Kuiper. Operativ sind das klare Fortschritte. An der Börse drückt jedoch ein anderes Thema auf die Stimmung: die sehr hohen Investitionspläne für 2026.

Im Kern geht es um die Frage, ob das Tempo bei Expansion und Infrastruktur die Sorge um den kurzfristigen Cashflow überstrahlen kann.

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  • Pharmacy-Ausbau: Same-Day-Rezeptlieferung bis Ende 2026 in fast 4.500 US-Städte und Gemeinden
  • Projekt Kuiper: FCC erlaubt 4.500 zusätzliche Satelliten (Genehmigung von gestern)
  • BETA Technologies: 5,3% Beteiligung, rund 11,75 Mio. Aktien, Wert zuletzt über 330 Mio. US-Dollar
  • Capex-Ausblick: rund 200 Mrd. US-Dollar für 2026 geplant
  • AWS-Wachstum: Umsatz zuletzt +24% zum Vorjahr

Gesundheitsmarkt: Lieferung am selben Tag

Amazon Pharmacy will seine Same-Day-Lieferung für verschreibungspflichtige Medikamente bis Ende 2026 auf nahezu 4.500 US-Orte ausweiten. Das wären rund 2.000 zusätzliche Gemeinden, darunter erstmals Standorte in Idaho und Massachusetts.

Amazon verweist dabei auf „Pharmacy Deserts“ und Versorgungsengpässe, die der Dienst abfedern soll. Neben Geschwindigkeit setzt der Konzern auf Preisdruck: Das Programm „RxPass“ bietet Prime-Mitgliedern mehr als 50 Generika für eine Pauschale von 5 US-Dollar im Monat. Zudem nennt Amazon eine Partnerschaft mit WeightWatchers rund um GLP-1-Medikamente – und positioniert sich damit direkter gegen Ketten wie CVS und Walgreens.

Kuiper und E-Flugzeuge: Genehmigung und Beteiligung

Auch im Weltraumgeschäft gab es Rückenwind: Die US-Telekommunikationsbehörde FCC hat gestern die Ausbringung von 4.500 weiteren Kuiper-Satelliten genehmigt. Damit kann Amazon die geplante Konstellation auf insgesamt rund 7.700 Satelliten ausbauen – als Konkurrenz zu SpaceX’ Starlink im Markt für globales Breitbandinternet. Eine Auflage: Bis 2032 muss Amazon die Hälfte der Satelliten ins All gebracht haben.

Parallel zeigen neue Finanzunterlagen eine Positionierung im Bereich elektrischer Luftfahrt: Amazon meldete eine 5,3%-Beteiligung an BETA Technologies. Das Paket umfasst etwa 11,75 Millionen Aktien und lag auf Basis jüngster Marktpreise bei über 330 Millionen US-Dollar. BETA ist im entstehenden eVTOL-Markt aktiv, der für künftige Logistikkonzepte relevant ist.

Hohe Capex bremsen die Aktie

Trotz dieser operativen Schritte stand die Aktie zuletzt unter Druck. Auslöser ist der Anfang des Monats kommunizierte Ausblick auf die Investitionen: Für 2026 plant Amazon rund 200 Milliarden US-Dollar Capex, getrieben vor allem durch KI und Rechenzentren.

Das sorgt für Diskussionen über Free Cashflow und kurzfristige Profitabilität – selbst wenn AWS im zuletzt berichteten Quartal 24% Umsatzwachstum schaffte. Mehrere große Häuser wie Goldman Sachs und Deutsche Bank haben zwar Kursziele angepasst, ihre grundsätzlich positiven Einschätzungen aber laut Bericht überwiegend beibehalten und auf das langfristige Potenzial der entstehenden KI-Infrastruktur verwiesen.

Entscheidend bleibt damit der Spagat: ambitionierte Expansion auf der einen Seite, sehr hohe Investitionen auf der anderen.

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