Amazon Aktie: Jefferies nimmt in Franchise Picks auf

Jefferies stuft Amazon als Top-Wahl ein. Der Konzern treibt KI-Wachstum mit Milliarden-Investitionen in AWS und Cloud-Infrastruktur voran.

Die Kernpunkte:
  • Jefferies nimmt Amazon in Spitzenliste auf
  • AWS mit Jahresumsatz über 150 Milliarden Dollar
  • 200 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur
  • Celonis-Kooperation verbessert Datenpipelines

Jefferies hat Amazon in seine exklusive „Franchise Picks“-Liste aufgenommen — ein Signal, das über eine gewöhnliche Analysteneinschätzung hinausgeht. Im Mittelpunkt steht die Überzeugung, dass der Konzern seine KI-Ambitionen in handfeste Umsätze verwandeln kann. Die Aktie notiert knapp unter ihrem Allzeithoch und liegt seit Jahresbeginn rund 17,5 Prozent im Plus.

AWS als Wachstumsmotor

Das Herzstück der Jefferies-These ist Amazon Web Services. Die Cloud-Sparte läuft inzwischen auf einem Jahresumsatzpfad von mehr als 150 Milliarden Dollar — mit einem Auftragsbestand von 364 Milliarden Dollar im Rücken. Hinzu kommt das Chip-Geschäft rund um die hauseigenen Trainium- und Inferentia-Prozessoren, das einen jährlichen Umsatzpfad von über 20 Milliarden Dollar erreicht hat.

Um dieses Wachstum zu untermauern, investiert Amazon massiv: 200 Milliarden Dollar fließen im laufenden Geschäftsjahr in Rechenzentren und KI-Infrastruktur. Der Preis dafür ist sichtbar — der freie Cashflow ist auf rund 1,2 Milliarden Dollar auf Zwölfmonatsbasis eingebrochen. Operativ bleibt das Unternehmen solide, doch die Investitionsphase drückt auf die kurzfristige Liquiditätskennzahl.

Celonis-Partnerschaft und Logistik als Dienst

Parallel zur Jefferies-Aufnahme hat Amazon eine erweiterte technische Kooperation mit dem Prozessmining-Spezialisten Celonis angekündigt. Kern der Zusammenarbeit ist eine sogenannte Zero-Copy-Architektur: Die Celonis-Plattform verbindet sich direkt mit AWS-Diensten wie Amazon S3 und AWS Glue, sodass KI-Agenten auf Basis von Amazon Bedrock in Echtzeit auf Unternehmensdaten zugreifen können — ohne zeitaufwendige Datenextraktionsprozesse. Die Leistung von Datenpipelines soll sich dadurch fünf- bis zehnfach verbessern.

Ein weiteres Wachstumsfeld: Mit Amazon Supply Chain Services (ASCS) bietet der Konzern seine globale Liefer- und Lagerinfrastruktur nun als eigenständigen Dienst für externe Unternehmen an. Das Modell erinnert an die frühen AWS-Jahre — interne Skaleneffekte werden zur Erlösquelle für Dritte.

Bewertung und Ausblick

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei rund 31,5. Trotz Insiderverkäufen im Volumen von rund 46 Millionen Dollar in den vergangenen drei Monaten weist ein proprietärer Scoring-Ansatz einen Wert von 93 von 100 Punkten aus — ein Hinweis auf starke langfristige Fundamentaldaten. 62 Analysten großer Wall-Street-Häuser halten an einer Kauf- oder Starkauf-Empfehlung fest.

Für das zweite Quartal erwartet das Management einen Nettoumsatz zwischen 194 und 199 Milliarden Dollar. Ob die milliardenschweren Infrastrukturinvestitionen ab der zweiten Jahreshälfte und 2027 in spürbar höheres Umsatzwachstum münden, wird die entscheidende Messlatte für die aktuelle Bewertung sein.

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