Amazon Aktie: KI-Kosten
Amazon erwägt ein gestaffeltes Investment von bis zu 50 Milliarden Dollar in OpenAI, während gleichzeitig massive KI-Ausgaben die Anleger beschäftigen.

- Gestaffelte Investition mit klaren Auslösekriterien
- Gesamtfinanzierungsrunde könnte über 100 Milliarden erreichen
- Massive Kapitalausgaben für KI-Infrastruktur geplant
- Aktienkurs zeigt deutliche Verluste über 30 Tage
Amazon treibt seine KI-Offensive weiter voran – und offenbar mit einem Deal, der es in sich hat. Im Raum steht ein Investment von bis zu 50 Milliarden Dollar in OpenAI. Doch die neuen Details zeigen: Amazon will nicht blind alles auf eine Karte setzen.
OpenAI-Deal mit Bedingungen
Wie am heutigen Donnerstag aus dem Umfeld der Verhandlungen berichtet wurde, soll Amazons mögliches OpenAI-Investment gestaffelt sein. Demnach wären 15 Milliarden Dollar sofort fällig. Weitere 35 Milliarden Dollar würden erst dann fließen, wenn OpenAI entweder einen Meilenstein auf dem Weg zu „Artificial General Intelligence“ (AGI) erreicht oder den Schritt an die Börse geht.
Genau diese Konstruktion ist der springende Punkt: Der Löwenanteil hängt an klaren Auslösern. Damit würde Amazon zwar im Erfolgsfall zum größten Einzelinvestor der aktuellen Finanzierungsrunde, reduziert aber gleichzeitig das Risiko, den kompletten Betrag zu früh zu binden.
Parallel dazu deutet sich an, wie gigantisch die Runde insgesamt werden könnte. Laut Bericht planen auch SoftBank und Nvidia jeweils 30 Milliarden Dollar – verteilt über drei Tranchen im Jahresverlauf. In Summe könnte die Finanzierungsrunde damit über 100 Milliarden Dollar erreichen. Ein weiterer Hinweis darauf, wie viel Kapital inzwischen in KI-Infrastruktur und Modelle gepumpt wird.
Warum Anleger so genau hinschauen
Der Hintergrund ist klar: Investoren reagieren empfindlich auf die Dimension der geplanten Ausgaben. Amazon hatte Anfang Februar angekündigt, 2026 rund 200 Milliarden Dollar an Investitionen (Capex) einzuplanen – deutlich mehr als im Vorjahr und laut Bericht auch deutlich über den Erwartungen der Wall Street. Ein großer Teil soll in KI-Infrastruktur fließen, also in Rechenzentren, Chips und Netzwerktechnik.
Das erklärt, warum der Markt zuletzt nervös blieb: Es geht nicht darum, ob KI strategisch wichtig ist – sondern darum, wie schnell sich diese Ausgaben in tragfähigen Erträgen niederschlagen.
Auch operativ wird weiter ausgebaut. So kündigte der Konzern diese Woche zusätzlich 12 Milliarden Dollar für neue Rechenzentrum-Campusse im Nordwesten von Louisiana an, inklusive Investitionen in lokale Wasser-Infrastruktur und einem kleineren Community-Fonds für Bildungs- und Regionalprojekte.
Kursbild nur leicht beruhigt
An der Börse wirkt das Thema wie ein Gewicht am Fuß. Mit aktuell 178,44 € notiert die Aktie zwar nahezu unverändert zum Vortag, liegt aber auf 30-Tage-Sicht spürbar im Minus (‑12,27%). Damit bleibt der Titel trotz jüngster Stabilisierung klar unter dem Niveau der vergangenen Monate.
Was als Nächstes zählt
Der nächste große Prüfstein sind die Quartalszahlen, die im Quelltext für Ende April (30. April 2026, geschätzt) verortet werden. Dann dürfte sich zeigen, ob das KI-Tempo – inklusive möglicher OpenAI-Beteiligung und massiver Infrastruktur-Ausgaben – schon sichtbar in Wachstum und Profitabilität einzahlt oder zunächst weiter auf die kurzfristige Stimmung drückt.
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