Amazon Aktie: Konkurrenz schreckt auf
Amazon-Aktie startet 2026 mit Verlusten, da Brookfield mit einer 10-Milliarden-Dollar-Offensive in den Cloud-Markt einsteigt. Analysten bleiben trotz der neuen Konkurrenz optimistisch.

- Starker Umsatz nach Kursverlusten zu Jahresbeginn
- Brookfield greift mit neuem Cloud-Modell AWS an
- Drei Analystenhäuser erhöhen Kursziele für Amazon
- Investoren warten auf Quartalszahlen Ende Januar
Amazon hat die erste Handelswoche 2026 mit einem Minus von 1,87 Prozent auf 226,50 US-Dollar beendet. Das Handelsvolumen lag mit 51,1 Millionen Aktien deutlich über dem Durchschnitt von 33 Millionen – ein Zeichen dafür, dass Investoren ihre Positionen überdenken. Der Grund: Brookfield Asset Management steigt mit einer 10-Milliarden-Dollar-Offensive in das Cloud-Geschäft ein und könnte Amazon Web Services (AWS) an einer empfindlichen Stelle treffen.
Brookfield greift mit neuem Modell an
Mit “Radiant” plant Brookfield einen neuen Cloud-Service, der AI-Chips und Rechenkapazität direkt an Entwickler vermietet. Das Konzept zielt darauf ab, die unteren Ebenen des Cloud-Stacks – die reine Computing-Power – zu einem günstigeren Preis anzubieten als die etablierten Anbieter. Für AWS ist das ein Problem, denn das “End-to-End”-Modell, bei dem Infrastruktur, Software und Services aus einer Hand kommen, war bisher ein wichtiger Wettbewerbsvorteil.
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Die Befürchtung der Anleger: Wenn gut kapitalisierte Infrastruktur-Spezialisten wie Brookfield die Basis-Rechenleistung zur Ware machen, geraten die Margen von AWS unter Druck. Amazon müsste dann noch mehr investieren, um sich über zusätzliche Dienste zu differenzieren – während die Kosten für Rechenzentren und GPUs ohnehin bereits massiv gestiegen sind.
Analysten bleiben optimistisch
Interessanterweise kamen am selben Tag drei positive Kurszielerhöhungen:
- Oppenheimer hob das Ziel auf 305 US-Dollar an (Aufwärtspotenzial von rund 35 Prozent)
- BMO Capital Markets erhöhte auf 304 US-Dollar und verwies auf das Wachstum bei AWS und AI-Workloads
- Wells Fargo setzte das neue Ziel bei 295 US-Dollar fest
Die Argumentation der Analysten: Amazons integriertes Ökosystem – bestehend aus eigenen Chips (Trainium/Inferentia), der Software-Plattform Bedrock und dem gewinnstarken Werbegeschäft – bietet einen Schutzwall, den reine Infrastruktur-Anbieter nicht einfach durchbrechen können. Die Marktreaktion zeigt jedoch, dass Investoren erst konkrete Beweise für diese These sehen wollen.
Zahlen müssen liefern
Der schwache Jahresauftakt folgt auf ein gemischtes Jahr 2025, in dem die Amazon-Aktie nur sechs Prozent zulegte, während der S&P 500 um 18 Prozent stieg. AWS wächst zwar wieder mit rund 20 Prozent, doch die Kosten für den Ausbau der AI-Infrastruktur belasten den freien Cashflow spürbar.
Ende Januar steht der Quartalsbericht für Q4 an. Dann muss Amazon zeigen, dass die massiven Investitionen in operative Margenverbesserungen münden – insbesondere bei AWS. Gleichzeitig bleibt das hochmargige Werbegeschäft wichtig, um die Infrastruktur-Ausgaben zu finanzieren. Solange diese Zahlen nicht vorliegen, dürfte die Aktie volatil bleiben. Technisch gesehen bildet die Marke von 220 US-Dollar eine wichtige Unterstützung, während ein Ausbruch über 230 US-Dollar als Signal für eine Erholung gelten würde.
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