Amazon Aktie: Kosten weitergewälzt

Amazon führt ab April 2026 einen neuen Aufschlag für FBA-Verkäufer ein und weigert sich, höhere Einkaufspreise zu akzeptieren, was zum Rückzug erster Marken führt.

Die Kernpunkte:
  • Neuer 3,5-Prozent-Aufschlag für FBA-Dienste
  • Amazon lehnt Preiserhöhungen von Lieferanten ab
  • Erste Marken ziehen Produkte vom Marktplatz zurück
  • Milliardeninvestition in eigenes ländliches Liefernetz

Amazon verteilt die Last steigender Energie- und Logistikkosten konsequent auf andere — und stößt dabei auf Widerstand. Ab dem 17. April 2026 gilt für Drittanbieter, die den Fulfillment-by-Amazon-Service nutzen, ein neuer Aufschlag von 3,5 Prozent. Gleichzeitig weigert sich der Konzern, höhere Einkaufspreise von Großlieferanten zu akzeptieren. Erste Marken haben daraufhin ihre Produkte aus dem Amazon-Shop zurückgezogen.

Der Aufschlag im Detail

Der neue Treibstoff- und Logistikzuschlag trifft zunächst FBA-Verkäufer in den USA und Kanada sowie Händler, die über Remote-Fulfillment nach Mexiko und Brasilien liefern. Ab dem 2. Mai folgen „Buy with Prime“ und Multi-Channel-Fulfillment. Konkret bedeutet das für US-Verkäufer im Schnitt rund 17 Cent Mehrkosten pro Einheit.

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Als Begründung nennt Amazon die globale Energiepreisvolatilität und die Auswirkungen des Iran-Konflikts auf die Kraftstoffpreise. Bislang habe man diese Kosten intern aufgefangen — das sei unter den aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen nicht mehr möglich. Ein Enddatum für den Aufschlag gibt es nicht, er gilt offiziell als temporär. 2022 hatte Amazon bereits einen ähnlichen Schritt unternommen, damals mit einem Aufschlag von 5 Prozent.

Lieferanten unter Druck

Parallel dazu lehnt Amazon Preiserhöhungen von Direktlieferanten ab, die ihre eigenen gestiegenen Produktions- und Logistikkosten weitergeben wollen. Mehrere Marken haben laut Berichten vom 7. April darauf reagiert, indem sie ihre Produkte vom Marktplatz nahmen. Wie viele Anbieter betroffen sind und ob Amazon in einzelnen Fällen nachverhandelt, ist bislang nicht bekannt.

Langfristige Investitionen trotz Kostendruck

Trotz der kurzfristigen Sparmaßnahmen hält Amazon an seinem Expansionskurs fest. Bis Ende 2026 investiert der Konzern vier Milliarden Dollar in den Ausbau seines ländlichen Liefernetzwerks — mit dem Ziel, die Abhängigkeit von externen Dienstleistern zu verringern. Vollständig ablösen wird Amazon seine Partner jedoch nicht: Über eine Milliarde Pakete pro Jahr sollen weiterhin über externe Carrier abgewickelt werden, darunter künftig rund 20 Prozent weniger über den US-Postdienst USPS als bisher.

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