Amazon Aktie: Marktursachen analysieren
Amazon plant ein mögliches Investment von bis zu 50 Milliarden US-Dollar in OpenAI und baut parallel 16.000 Corporate-Stellen ab. Die Doppelstrategie zielt auf KI-Fokus und schlankere Kostenstruktur.

- Verhandlungen über OpenAI-Beteiligung bis 50 Mrd. Dollar
- Abbau von rund 16.000 Corporate-Positionen
- Kapitalausgaben von 125 Mrd. Dollar für 2026 geplant
- Quartalszahlen folgen am 5. Februar
Amazon arbeitet diese Woche an zwei großen Baustellen gleichzeitig: Laut einem Bericht verhandelt der Konzern über ein Investment von bis zu 50 Milliarden US-Dollar in OpenAI. Parallel dazu streicht Amazon rund 16.000 Stellen in Corporate-Funktionen. Beides passt zu einem klaren Muster: mehr Fokus auf KI – und eine schlankere Organisation, um die Kostenstruktur in den Griff zu bekommen.
- Gespräche über OpenAI-Investment: bis zu 50 Mrd. US-Dollar
- Abbau von Corporate-Jobs: ca. 16.000 Stellen
- Kapex-Ausblick 2026: 125 Mrd. US-Dollar
- Nächster wichtiger Termin: Q4-Zahlen am 5. Februar nach US-Börsenschluss
OpenAI-Gespräche: Bis zu 50 Milliarden Dollar
Wie CNBC unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person berichtet, verhandelt Amazon über eine mögliche Beteiligung an OpenAI in einer Größenordnung von bis zu 50 Milliarden US-Dollar. Demnach sind Amazon-CEO Andy Jassy und OpenAI-CEO Sam Altman direkt in die Gespräche eingebunden.
Fix ist dabei offenbar noch wenig: Die finale Summe könne sich laut Quelle noch verändern, ein Term Sheet könnte in den kommenden Wochen unterzeichnet werden. Zuerst hatte das Wall Street Journal die Marke von 50 Milliarden US-Dollar ins Spiel gebracht.
Der mögliche Einstieg wäre Teil einer deutlich größeren Finanzierungsrunde: Insgesamt könnte OpenAI dabei laut Bericht rund 100 Milliarden US-Dollar einsammeln. Erwartet werden Beiträge strategischer Investoren wie Microsoft und Nvidia; zudem soll SoftBank über ein Investment von bis zu 30 Milliarden US-Dollar sprechen.
Zwei KI-Pfade – und die Chip-Frage
Interessant ist die Signalwirkung: Amazon hat seit 2023 bereits Milliarden in OpenAI-Konkurrent Anthropic investiert. AWS fungiert als zentraler Cloud- und Trainingspartner. Im Oktober 2025 eröffnete Amazon zudem einen 11 Milliarden US-Dollar schweren Data-Center-Campus für Anthropic in Indiana („Project Rainier“).
Ein möglicher OpenAI-Deal könnte laut einem früheren CNBC-Bericht auch beinhalten, dass OpenAI Amazons KI-Chips nutzt. Das würde Amazons Position im KI-Infrastrukturgeschäft zusätzlich stützen.
16.000 Stellen weniger – Kostenstruktur im Umbau
Gestern kündigte Amazon an, rund 16.000 Corporate-Stellen abzubauen. Es ist bereits die zweite große Entlassungsrunde seit Oktober 2025. Damals trennte sich der Konzern von etwa 14.000 Beschäftigten.
In Summe hat Amazon damit seit dem vergangenen Herbst ungefähr 30.000 Corporate- und Tech-Positionen gestrichen. Das entspricht laut Bericht etwa 10% der rund 350.000 Beschäftigten in diesem Bereich. In einem Blogbeitrag begründet Amazon den Schritt mit dem Ziel, Ebenen abzubauen, Verantwortung zu erhöhen und Bürokratie zu reduzieren.
Personalchefin Beth Galetti schrieb zudem, es könne zwar weitere Anpassungen geben, Amazon plane aber keinen neuen „Takt“ breit angelegter Entlassungen alle paar Monate.
Hohe Investitionen, naher Ergebnis-Termin
Zum Umbau passt auch der Investitionsplan: Für 2026 stellt Amazon Kapitalausgaben von 125 Milliarden US-Dollar in Aussicht – laut Bericht der höchste Ausblick unter den Mega-Caps zum Zeitpunkt der Ankündigung. Der Schwerpunkt liegt auf KI-Infrastruktur.
Der nächste konkrete Gradmesser folgt bald: Am 5. Februar nach US-Börsenschluss will Amazon die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorlegen. Laut Nasdaq-Daten erwartet der Analystenkonsens einen Gewinn je Aktie von 1,97 US-Dollar bei einem Umsatz von rund 211 Milliarden US-Dollar.
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