Amazon Aktie: Massive Investitionskeule

Amazon kündigt Investitionen von bis zu 200 Milliarden Dollar an, die vor allem in KI-Infrastruktur fließen. Die Anleger reagierten mit Kursverlusten auf die befürchtete Margebelastung.

Die Kernpunkte:
  • Rekordausgaben für Künstliche Intelligenz geplant
  • Aktienkurs stürzt nach Quartalszahlen ab
  • Milliarden-Deal mit Chipkonzern STMicroelectronics
  • Anleger fürchten Druck auf kurzfristige Profitabilität

Die Zahlen haben es in sich: Amazon plant in diesem Jahr Investitionen von bis zu 200 Milliarden Dollar – und damit mehr als jeder andere Tech-Konzern. Ein Großteil davon fließt in die Infrastruktur für Künstliche Intelligenz. Die Reaktion der Anleger? Ein Kursrutsch am vergangenen Mittwoch, der die Aktie deutlich unter Druck setzte.

Rekordausgaben belasten Sentiment

Am 5. Februar legte Amazon seine Quartalszahlen vor. Gewinn und Umsatz kletterten zwar nach oben, doch die angekündigten Investitionen schockierten den Markt. Die Aktie sackte am Folgetag ab – trotz operativ solider Zahlen. Der Grund: Anleger fürchten, dass die massiven Ausgaben die Margen belasten und kurzfristig auf den Gewinn drücken.

Dabei steht Amazon nicht allein da. Auch Google kündigte Investitionen von bis zu 185 Milliarden Dollar an, Microsoft hatte bereits Ende Januar mit seinen hohen KI-Ausgaben für Unmut gesorgt. Die gesamte Tech-Branche befindet sich in einem beispiellosen Investitionswettlauf – und die Börse reagiert nervös.

Infrastruktur-Deal mit STMicroelectronics

Parallel dazu sicherte sich Amazon über seine Cloud-Sparte AWS einen mehrjährigen Milliarden-Deal mit dem Chipkonzern STMicroelectronics. Die Vereinbarung umfasst spezialisierte Halbleiterlösungen für Hochgeschwindigkeits-Konnektivität, Mikrocontroller und Analog-ICs – alles ausgelegt auf die Anforderungen moderner Rechenzentren.

STMicroelectronics erhielt im Gegenzug Optionsscheine für bis zu 24,8 Millionen Amazon-Aktien zu einem Ausübungspreis von 28,38 Dollar pro Anteil. Die Warrants werden über die Vertragslaufzeit gestaffelt und sind an die Zahlungen von AWS für Produkte und Dienstleistungen gekoppelt.

Nervosität oder Neuordnung?

Die Märkte stecken in einem Dilemma: Einerseits treiben die Tech-Riesen mit ihren Investitionen den KI-Boom voran und bauen Infrastruktur auf, die künftige Geschäftsmodelle ermöglicht. Andererseits belasten die enormen Summen die kurzfristige Profitabilität. Die Frage ist nicht, ob KI die Zukunft ist – sondern wann sich die Ausgaben rechnen.

Bei Amazon kommt erschwerend hinzu, dass das Unternehmen mit AWS, Cloud-Computing und E-Commerce bereits mehrere kapitalintensive Geschäftsfelder betreibt. Die 200 Milliarden Dollar bedeuten eine Verdoppelung der Investitionen im Vergleich zu 2025 – eine Belastung, die auch ein Schwergewicht wie Amazon erst einmal stemmen muss.

Die Aktie notierte am Freitag vor der Zahlenvorlage bei 210,32 Dollar und verlor allein an diesem Tag 5,6 Prozent. Nach den Quartalszahlen setzte sich der Abwärtsdruck fort. Anleger müssen nun abwägen: Ist das eine Kaufgelegenheit in einen langfristigen Gewinner – oder der Beginn einer Korrektur bei überhitzten Tech-Titeln?

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