Amazon Aktie: Militärische Angriffe
Amazon sieht sich mit direkten militärischen Angriffen auf seine Cloud-Infrastruktur und der Sperrung seines KI-Partners Anthropic durch das Pentagon konfrontiert. Diese geopolitischen und regulatorischen Risiken belasten die Aktie.

- Iranische Drohnen treffen AWS-Rechenzentren in Golfstaaten
- Pentagon setzt KI-Partner Anthropic auf Sperrliste
- Aktienkurs verzeichnet stärksten Rückgang unter Tech-Giganten
- Kartellverfahren der FTC belastet Amazon zusätzlich
In den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain haben iranische Drohnenangriffe Amazon-Rechenzentren beschädigt – ein historischer Vorfall für die Tech-Branche. Parallel dazu setzt das Pentagon den KI-Partner Anthropic auf eine Sperrliste. Für den Cloud-Giganten verdichten sich geopolitische und regulatorische Risiken zu einem neuartigen Bedrohungsszenario.
Erste Militärschläge auf Hyperscaler-Infrastruktur
Die Angriffe trafen zwei AWS-Anlagen in den VAE direkt, ein Rechenzentrum in Bahrain wurde durch einen nahegelegenen Einschlag beschädigt. Laut Amazon führten die Drohnen zu Strukturschäden, unterbrochener Stromversorgung und Wasserschäden durch Löscharbeiten. Iranische Staatsmedien begründeten die Attacke mit der Unterstützung Amazons für das US-Militär.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Amazon?
Als Reaktion auf amerikanisch-israelische Angriffe feuerte Teheran Raketen und Drohnen auf militärische und zivile Ziele in den Golfstaaten ab. Neben Amazon wurden US-Stützpunkte in Saudi-Arabien, Kuwait und Katar angegriffen.
Die Auswirkungen zeigten sich sofort: Careem, Alaan, Hubpay und Snowflake meldeten Serviceunterbrechungen. Die Banken ADCB und Emirates NBD bestätigten Ausfälle bei mobilen Banking-Diensten. Amazon rechnet mit einer langwierigen Wiederherstellung und empfiehlt Kunden, Daten zu sichern oder auf andere Regionen auszuweichen.
Anthropic-Sperre durch Pentagon
Das Verteidigungsministerium stufte Anthropic am Donnerstag als „Lieferkettenrisiko“ ein, nachdem das KI-Unternehmen uneingeschränkten Zugang zu seiner Technologie für Massenüberwachung und vollautonome Waffensysteme verweigert hatte. Amazon hatte Anthropic Ende 2024 gemeinsam mit Palantir in das Programm für Verteidigungs- und Geheimdienstkunden integriert.
Amazon kündigte an, Anthropics Modelle weiterhin für kommerzielle Cloud-Kunden bereitzustellen – mit Ausnahme von Projekten des Verteidigungsministeriums. Microsoft und Google reagierten ähnlich und bestätigten, dass Claude-Modelle außerhalb von Verteidigungsarbeit verfügbar bleiben.
Mit 8 Milliarden Dollar seit 2023 zählt Amazon zu den größten Geldgebern von Anthropic. Im Rahmen des 11-Milliarden-Dollar-Projekts „Rainier“ verpflichtete sich das Start-up, 500.000 von Amazons Trainium-2-Chips zu nutzen.
Wachsende Investorenskepsis
Der Aktienkurs verzeichnete im Februar den stärksten Rückgang unter den großen Tech-Werten – minus 12,24 Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von rund 10 Prozent zu Buche, während der S&P 500 nahezu unverändert blieb.
Der freie Cashflow ist kontinuierlich gesunken: von 47,74 Milliarden Dollar im dritten Quartal 2024 auf 11,19 Milliarden Dollar im vierten Quartal 2025. Grund sind massiv steigende Investitionen in AWS-Infrastruktur. Für 2026 plant Amazon eine weitere deutliche Erhöhung der Investitionsausgaben, was die Margen zusätzlich belasten dürfte.
Kartellverfahren als weiterer Belastungsfaktor
Im Oktober 2026 beginnt der Kartellprozess der Federal Trade Commission gegen Amazon. Im Zentrum steht „Projekt Nessie“, ein mutmaßlicher Preisalgorithmus, sowie Vorwürfe monopolistischen Verhaltens auf dem Drittanbieter-Marktplatz. Mit über 240 Millionen Prime-Mitgliedern und einem Marktanteil von über 30 Prozent am globalen Cloud-Markt bleibt Amazons Geschäftsumfang zwar beeindruckend. Die Kombination aus militärischen Angriffen auf kritische Infrastruktur, regulatorischem Druck und hohem Kapitalbedarf schafft jedoch ein volatiles Umfeld, das Investoren vorerst herausfordern wird.
Amazon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Amazon-Analyse vom 9. März liefert die Antwort:
Die neusten Amazon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Amazon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Amazon: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




