Amazon Aktie: Neue Nummer eins
Amazon verdrängt Walmart nach zwölf Jahren von der Spitze der umsatzstärksten Konzerne und erreicht 2025 über 700 Milliarden Dollar Jahresumsatz.

- Erstmals über 700 Milliarden Dollar Umsatz
- AWS-Wachstum treibt Bewertungsdebatte an
- Eigene Logistik reduziert Abhängigkeit von UPS
- Satellitennetzwerk für Mobilfunk geplant
Amazon ist offiziell der größte Konzern der Welt. Im aktuellen Fortune Global 500 Ranking verdrängt der Konzern Walmart von der Spitze — nach zwölf Jahren ununterbrochener Führung des Einzelhandelsriesen. Der Wechsel an der Spitze fällt in eine Woche, die für Amazon-Aktionäre ohnehin schon wichtig war.
Umsatzrekord trifft auf Bewertungsfrage
Amazon knackte 2025 erstmals die Marke von 700 Milliarden Dollar Jahresumsatz, ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das reicht, um Walmart nach zwölf Jahren von Platz eins zu verdrängen. Der Titel als umsatzstärkstes Unternehmen der Welt fällt zusammen mit einer Debatte darüber, ob die Aktie das Zeug zu einer Bewertung von 4 Billionen Dollar hat.
Aktuell wird der Konzern mit rund 2,5 Billionen Dollar bewertet. Um die 4-Billionen-Marke binnen zwölf Monaten zu erreichen, müsste die Aktie um etwa 50 Prozent zulegen — der Analystenkonsens ist mit einem erwarteten Plus von rund 30 Prozent deutlich vorsichtiger. Das würde einem Börsenwert von knapp 3,5 Billionen Dollar entsprechen.
Der Haupttreiber für optimistische Szenarien sitzt in der Cloud-Sparte. AWS wuchs im ersten Quartal 2026 um 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr — das schnellste Tempo seit 15 Quartalen — und hält einen Marktanteil von fast 30 Prozent. Gemessen am Gewinn der vergangenen zwölf Monate notiert die Aktie mit einem KGV von unter 30 nahe einem Mehrjahrestief. Das lässt Spielraum nach oben, sofern sich die hohen KI-Investitionen bald in höheren Gewinnen niederschlagen. Für das laufende Quartal hat das Management selbst nur einen leichten Anstieg des operativen Ergebnisses in Aussicht gestellt, weil der Ausbau der KI-Infrastruktur kurzfristig auf die Marge drückt. Die Quartalszahlen am Donnerstag dürften zeigen, wie belastbar dieses Versprechen ist.
Logistik und Satelliten als zweite Baustelle
Während die Cloud-Sparte im Zentrum der Bewertungsdebatte steht, verändert sich Amazons Verhältnis zu externen Logistikpartnern spürbar. UPS hat die geplante Rückführung der Amazon-Volumina inzwischen abgeschlossen. Amazons Anteil am UPS-Geschäft fiel bis Ende des ersten Quartals auf 8,8 Prozent — deutlich unter den früheren Höchstwert von über 13 Prozent. Der Rückgang spiegelt Amazons eigenen Ausbau der Zustellinfrastruktur wider und weniger Abhängigkeit von externen Paketdiensten.
Parallel treibt Amazon ein weiteres Infrastrukturprojekt voran: die Federal Communications Commission liegt ein Antrag vor, bis zu 5.105 Satelliten für ein Direct-to-Device-Netzwerk zu starten. Grundlage ist die für 2027 geplante Übernahme des Satellitenbetreibers Globalstar im Wert von rund 11,6 Milliarden Dollar. Aktuell hat Amazon mehr als 390 Satelliten im Orbit, deutlich weniger als Konkurrent SpaceX mit seinem Starlink-Netzwerk von über 10.000 Satelliten. Der Dienst soll ab 2028 ausgerollt werden und richtet sich an Nutzer außerhalb bestehender Mobilfunknetze.
Die Quartalszahlen am Donnerstag liefern den nächsten konkreten Test: Sie zeigen, ob das AWS-Wachstum die hohen KI-Investitionen bereits rechtfertigt — und damit, ob der Sprung zur 4-Billionen-Bewertung mehr ist als eine Rechenübung.
Amazon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Amazon-Analyse vom 28. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Amazon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Amazon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Amazon: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




