Amazon Aktie: Neues Wachstumspotenzial entdeckt
Amazon erreicht neues 52-Wochen-Hoch vor dem Quartalsbericht. Analysten heben Kursziele an, sehen aber Risiken durch hohe Investitionen und Zölle.

- Neues 52-Wochen-Hoch erreicht
- Mehrere Analysten erhöhen Kursziele
- AWS-Wachstum als zentraler Treiber
- Risiken durch Milliardeninvestitionen und Zölle
Amazon schloss die Handelswoche auf einem neuen 52-Wochen-Hoch. Der Kurs legte am Freitag um 3,42 Prozent zu — und das kurz vor dem wohl wichtigsten Quartalsbericht des Jahres am 29. April.
Analysten erhöhen die Messlatte
Die Upgrades häuften sich in den Tagen vor dem Earnings-Call. Oppenheimer, UBS und BMO Capital veröffentlichten ihre aktualisierten Einschätzungen am 23. und 24. April.
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Oppenheimer hob das Kursziel von 260 auf 275 US-Dollar an und stufte die Aktie mit „Outperform“ ein. Die Bank prognostiziert für AWS ein Umsatzwachstum von 29 Prozent in 2026 — mit Potenzial auf bis zu 42 Prozent, falls die Investitionen linear fließen.
BMO-Analyst Brian Pitz erhöhte sein Ziel auf 315 Dollar. Er verweist auf interne Branchenchecks, die eine Wachstumsbeschleunigung bei AWS im ersten Halbjahr 2026 signalisieren. UBS-Analyst Stephen Ju bleibt ebenfalls bullish: Er sieht AWS 2026 um 38 Prozent wachsen — deutlich über dem Marktkonsens von 26 Prozent. Sein neues Kursziel liegt bei 304 Dollar. BofA und KeyBanc zogen nach und erhöhten ihre Ziele auf 298 beziehungsweise 325 Dollar.
Der Konsens von 42 Analysten liegt bei einem durchschnittlichen Kursziel von rund 285 Dollar — etwa elf Prozent über dem aktuellen Niveau.
Was der Markt erwartet
Für das erste Quartal 2026 rechnen Analysten mit einem Umsatz von rund 188 Milliarden Dollar, ein Plus von knapp 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn je Aktie soll bei etwa 1,63 Dollar liegen, nach 1,59 Dollar im Vorjahresquartal.
AWS bleibt der entscheidende Faktor. Der Konsens erwartet dort einen Quartalsumsatz von rund 36,8 Milliarden Dollar. BofA geht von einem Jahreswachstum von 28 Prozent aus — drei Punkte über dem Marktkonsens.
Die Marge drückt etwas auf die Stimmung. Für AWS wird eine operative Marge von 35,7 Prozent erwartet, nach ursprünglich prognostizierten 37,7 Prozent.
Zwei Risiken, die nicht verschwinden
Kein Wunder, dass nicht alle Signale grün leuchten.
Amazons angekündigtes Investitionsbudget von 200 Milliarden Dollar für 2026 — großteils für KI und AWS-Infrastruktur — löste Anfang des Jahres einen Kursrückgang aus. Analysten warnen, dass diese Ausgaben den freien Cashflow ins Negative drücken könnten.
Hinzu kommen Zollrisiken. CEO Andy Jassy räumte im Januar ein, dass steigende Importkosten bereits auf einige Produktpreise durchschlagen. CFRA, Citi und Truist halten es für möglich, dass Amazon beim Ausblick auf das zweite Quartal entsprechend vorsichtig formuliert.
Der Earnings-Call am 29. April um 23:30 Uhr MEZ wird zeigen, ob das Rekordhoch auf soliden Fundamentaldaten ruht — oder ob der Markt die Latte zu hoch gelegt hat.
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