Amazon Aktie: Skepsis zum Jahresstart
Massive Ausgaben für Künstliche Intelligenz drücken die Profitabilität von Amazon und sorgen für Zurückhaltung bei Anlegern. Die Aktie hinkt dem breiten Markt hinterher.

- Schwache Aktienentwicklung im Vergleich zum Markt
- Massive Investitionen in KI-Infrastruktur belasten Cashflow
- Konsolidierung unter wichtiger psychologischer Marke
- Entscheidender Impuls durch Quartalszahlen Ende Januar
Während der breite Markt und die direkte Tech-Konkurrenz im vergangenen Jahr davonzogen, hinkt Amazon der Entwicklung hinterher. Zum Start des neuen Börsenjahres dominiert bei Anlegern Zurückhaltung statt Euphorie. Im Zentrum der Sorgen stehen gigantische Ausgaben für die KI-Infrastruktur, die zwar das Wachstum sichern sollen, kurzfristig aber auf die Margen drücken und Fragen zur Profitabilität aufwerfen.
Die Last der hohen Investitionen
Das Börsenjahr 2025 endete für Amazon-Aktionäre ernüchternd. Während der S&P 500 zweistellige Zuwächse verzeichnete, entwickelte sich die Amazon-Aktie deutlich schwächer und gilt mittlerweile als Schlusslicht der sogenannten “Magnificent Seven”. Diese Divergenz sorgt zum Handelsauftakt am heutigen Montag für eine angespannte Stimmung.
Hauptgrund für die Skepsis ist die aggressive Kapitalallokation des Konzerns. Amazon plant für die Jahre 2025 und 2026 Investitionen von rund 125 Milliarden US-Dollar, primär für den Ausbau der Künstlichen Intelligenz. Zwar beschleunigte sich das Umsatzwachstum der Cloud-Sparte AWS zuletzt wieder auf rund 20 Prozent, doch der Markt fordert Beweise, dass diese massiven Mittelabflüsse zeitnah entsprechende Erträge liefern. Die hohen Kosten belasten derzeit den Free Cash Flow, der traditionell als wichtiges Argument für Amazon-Bullen gilt.
Wichtige Marken im Fokus
Charttechnisch befindet sich der Titel in einer Konsolidierungsphase. Mit einem Schlusskurs von 226,50 US-Dollar am Freitag notiert die Aktie unter der psychologisch wichtigen Marke von 230 US-Dollar. Marktbeobachter sehen auf der Unterseite eine Unterstützungszone im Bereich von 224 US-Dollar. Ein Rutsch unter dieses Niveau könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen.
Um das technische Bild aufzuhellen, müssten die Käufer den Kurs nachhaltig über die 230-Dollar-Marke schieben und das 52-Wochen-Hoch bei 233,20 US-Dollar ins Visier nehmen. Aktuell deutet das Momentum jedoch eher auf eine abwartende Haltung der Marktteilnehmer hin.
Blick auf die Zahlen
Analysten sehen das Jahr 2026 trotz des verhaltenen Starts als potenzielle Chance für eine Aufholjagd, sofern die Werbeeinnahmen und AWS-Margen von den Investitionen profitieren. Vorerst bleibt der Markt jedoch im “Wait-and-See”-Modus. Der nächste entscheidende Impuls dürfte erst mit den Quartalszahlen am 31. Januar erfolgen. Bis dahin bleibt die Beweislast beim Management, die Effizienz der Kapitalverwendung zu demonstrieren.
Amazon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Amazon-Analyse vom 6. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Amazon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Amazon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Amazon: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




