Amazon Aktie: Snowflake-Deal drückt den Kurs

Trotz milliardenschwerem AWS-Deal mit Snowflake verliert die Amazon-Aktie an Wert. GMO reduziert zudem leicht seine Position.

Die Kernpunkte:
  • Snowflake-Deal über sechs Milliarden Dollar
  • Amazon-Aktie gibt rund ein Prozent nach
  • GMO baut Amazon-Beteiligung marginal ab
  • AWS bleibt zentrale KI-Infrastruktur-Plattform

Ausgerechnet eine Erfolgsmeldung eines Partners kostet Amazon-Aktionäre Geld. Als Snowflake gestern starke Quartalszahlen und eine milliardenschwere Infrastrukturpartnerschaft mit Amazon Web Services präsentierte, schoss die Snowflake-Aktie um rund 37 Prozent nach oben — die Amazon-Aktie hingegen gab leicht nach.

AWS als Profiteur im Hintergrund

Snowflake verpflichtete sich, über fünf Jahre insgesamt 6 Milliarden Dollar auf der AWS-Infrastruktur einzusetzen, inklusive Graviton-Prozessoren und KI-Grafikchips. Für Amazon bedeutet das langfristig gesicherte Cloud-Einnahmen in beträchtlicher Höhe. Der Markt honorierte das kurzfristig nicht — die Amazon-Aktie verlor im Handelsverlauf rund ein Prozent.

Das lässt sich durchaus rational erklären. Investoren sehen AWS als selbstverständliche Basisinfrastruktur für KI-Workloads, nicht als Nutznießer von Einzeldeals. Der Kursabschlag dürfte eher dem schwachen Marktumfeld zu Beginn des Handelstages geschuldet gewesen sein als dem Snowflake-Deal selbst — der S&P 500 startete ebenfalls im Minus, bevor er sich im Tagesverlauf erholte.

Grantham reduziert Amazon-Position

Parallel dazu wurde bekannt, dass die Investmentgesellschaft GMO von Starinvestor Jeremy Grantham ihre Amazon-Beteiligung im ersten Quartal 2026 um rund 124.000 Aktien auf knapp 6,23 Millionen Papiere reduzierte. Mit einem Marktwert von rund 1,3 Milliarden Dollar bleibt Amazon auf Rang sieben der größten GMO-Positionen — ein marginaler Rückbau, kein Kurswechsel. Microsoft führt das Grantham-Portfolio weiterhin mit einem Depotanteil von knapp 6 Prozent an.

Für Amazon selbst bleibt das eigentliche Bild unverändert: AWS wächst als bevorzugte Plattform für KI-Infrastruktur, und Partnerschaften wie die mit Snowflake unterstreichen die zentrale Rolle des Cloud-Geschäfts. Ob der Markt das stärker in den Kurs einpreist, hängt von den nächsten AWS-Quartalszahlen ab — die folgen mit den Amazon-Gesamtergebnissen im Juli 2026.

Amazon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Amazon-Analyse vom 30. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Amazon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Amazon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Amazon: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Amazon