Amazon Aktie: Wall Street setzt auf Comeback

Führende Investmentbanken stufen Amazon als Top-Pick ein, da AWS an Fahrt gewinnt und KI-Investitionen Früchte tragen. Das Quartalsergebnis Ende Januar steht im Fokus.

Die Kernpunkte:
  • Wall Street prognostiziert deutliches Aufholpotenzial
  • AWS-Wachstum beschleunigt sich auf über 20 Prozent
  • OpenAI-Deal könnte Umsatzwachstum befeuern
  • Aktie blieb 2025 deutlich hinter dem Markt zurück

Amazon startet mit breiter Analystenzustimmung ins Jahr 2026 – trotz schwacher Performance im Vorjahr. Gleich mehrere führende Investmentbanken haben die Aktie zu ihren Top-Picks erklärt und sehen Kurspotenzial von 30 bis 50 Prozent. Die Begründung: AWS gewinnt wieder an Fahrt, die KI-Investitionen zahlen sich aus und das Geschäftsmodell bleibt robust.

Analysten rechnen mit deutlichem Aufholpotenzial

Mark Mahaney von Evercore ISI traut der Amazon-Aktie rund 50 Prozent Kurspotenzial zu. Seine Kernargumente: AWS beschleunigt das Wachstum wieder, die neuen Trainium-KI-Chips stoßen auf starke Nachfrage, das Werbegeschäft läuft weiter gut und der neue Alexa+-Assistent nimmt Fahrt auf.

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Besonders hebt Mahaney die fundamentale Qualität hervor: Amazon wachse mit 25 Prozent beim Gewinn je Aktie, steigere die Margen und dürfte den Free Cashflow binnen 24 Monaten deutlich ausweiten.

RBC Capital sieht Amazon als „best-in-class“ bei der Rendite von KI-Infrastruktur-Investitionen positioniert. Analyst Brad Erickson betont die strukturellen Vorteile von AWS: Die Cloud-Sparte verfügt über die breiteste Einnahmebasis unter den Hyperscalern und agiert am diszipliniertesten bei Kapitalausgaben. Seine Analyse zeigt, dass Amazon bei den Investitionsrenditen schneller als Alphabet und Meta sein dürfte.

JPMorgan-Analyst Doug Anmuth hebt den 38-Milliarden-Dollar-Deal mit OpenAI über sieben Jahre hervor – ein Auftrag, der das Umsatzwachstum zusätzlich befeuern könnte. Wells Fargo erhöhte sein Kursziel auf 295 Dollar, Oppenheimer sogar auf 305 Dollar.

2025 lief enttäuschend

Mit nur sechs Prozent Plus blieb Amazon 2025 deutlich hinter dem S&P 500 zurück, der 18 Prozent zulegte. Die Aktie war das Schlusslicht der „Magnificent Seven“ – während Alphabet 66 Prozent gewann. Belastend wirkten verlangsamtes AWS-Wachstum und Zweifel, ob sich die KI-Investitionen auszahlen. Die Ankündigung von 14.000 Stellenstreichungen im Oktober verstärkte die Verunsicherung zusätzlich.

Klage wegen Corona-Preisen zugelassen

Ein Gericht in Seattle hat am 5. Januar entschieden, dass eine Sammelklage gegen Amazon fortgeführt werden kann. Verbraucher werfen dem Konzern vor, während der Pandemie die Preise überhöht zu haben – teils um mehrere hundert Prozent bei Schmerzmitteln, Toilettenpapier und Schutzmasken. Amazon hat sich bislang nicht zu dem Urteil geäußert.

Quartalszahlen Ende Januar im Fokus

Am 29. Januar legt Amazon die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 1,95 Dollar bei Erlösen von 211 Milliarden Dollar. Besonders im Blick: AWS steigerte das Wachstum im dritten Quartal auf 20,2 Prozent – der stärkste Anstieg seit elf Quartalen. Das Werbegeschäft legte um 22 Prozent auf 17,6 Milliarden Dollar zu.

Für Gesamtjahr 2026 rechnen Analysten mit einem Gewinn je Aktie von 7,86 Dollar, was einem Plus von elf Prozent entspräche. Der Umsatz soll auf rund 794 Milliarden Dollar steigen.

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