Amazon Aktie: Wow-Effekt garantiert!
Cantor Fitzgerald reduziert das Kursziel für Amazon, begründet dies mit makroökonomischen Unsicherheiten. Gleichzeitig kündigt der Konzern Gebührenanpassungen an und bereitet sich auf die Quartalszahlen vor.

- Kursziel von 315 auf 260 Dollar gesenkt
- Neue Gebühren für Fulfillment-Services ab Januar
- Starker Aktienauftakt im Jahr 2026
- Quartalsergebnisse am 29. Januar erwartet
Amazon hat das Jahr 2026 stark begonnen – die Aktie legte in der ersten Handelswoche deutlich zu und ließ die “Magnificent 7”-Konkurrenz hinter sich. Doch ein wichtiger Analyst dämpft nun die Erwartungen: Cantor Fitzgerald kappt das Kursziel von 315 auf 260 Dollar. Gleichzeitig steht der Handelsriese vor operativen Anpassungen bei Gebühren und Personalpolitik.
Analyst senkt Ziel – Rating bleibt positiv
Die Aktie notiert aktuell bei rund 246 Dollar, was einer Marktkapitalisierung von etwa 2,63 Billionen Dollar entspricht. Analyst Deepak Mathivanan von Cantor Fitzgerald begründet die Kursziel-Senkung mit zunehmenden makroökonomischen Unsicherheiten. Trotz der Anpassung bestätigt er sein “Overweight”-Rating. Die Botschaft: Die langfristige Investmentthese bleibt intakt, kurzfristig ist der Spielraum nach oben aber begrenzter als gedacht.
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Das neue Kursziel von 260 Dollar liegt nur knapp über dem aktuellen Handelsniveau – ein Signal für mehr Vorsicht. Zum Vergleich: Ende 2025 lag das Ziel noch bei 315 Dollar, was ein deutlich größeres Aufwärtspotenzial implizierte.
Parallel dazu gibt es Bewegung auf institutioneller Seite. Advanced Asset Management Advisors reduzierte seine Position im dritten Quartal um knapp 10 Prozent und verkaufte etwa 5.400 Aktien. Solche Anpassungen fallen ins Gewicht, auch wenn institutionelle Investoren weiterhin über 72 Prozent der Anteile halten.
Höhere Gebühren, strengere Kontrollen
Ab dem 15. Januar 2026 führt Amazon neue Gebühren für Fulfillment-Services ein. Händler müssen im Schnitt 0,08 Dollar mehr pro Einheit zahlen, bei teureren Standardartikeln über 50 Dollar steigt die Gebühr um 0,31 Dollar. Zudem wird eine neue Kategorie für sperrige Artikel eingeführt, verbunden mit angepassten Lagerkosten.
Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Margen im margenschwachen Einzelhandelsgeschäft zu schützen – gerade während Amazon Milliarden in KI-Infrastruktur investiert. Dazu passt auch die verschärfte Personalpolitik: Nach der strikten Rückkehr-ins-Büro-Verpflichtung von 2025 können Manager nun die Anwesenheit ihrer Teams stundengenau nachverfolgen. CEO Andy Jassy setzt damit seine Linie fort, Bürokratie abzubauen und operative Effizienz zu steigern.
2026 mit Schwung – nach schwachem 2025
Der aktuelle Jahresstart steht im klaren Kontrast zu 2025. Damals legte die Aktie nur 5 Prozent zu und blieb damit deutlich hinter dem S&P 500 zurück. In den ersten Handelstagen 2026 liegt Amazon mit über 5 Prozent Plus nun an der Spitze der Tech-Riesen.
Die Bewertung mit einem KGV von etwa 34 gilt im Vergleich zu klassischen Einzelhändlern wie Walmart oder Costco als moderat. Das Hauptargument der Bullen bleibt Amazon Web Services (AWS), das zuletzt mit rund 20 Prozent Umsatzwachstum glänzte. Hinzu kommt die Stabilisierung der operativen Margen im nordamerikanischen Einzelhandel.
Allerdings bleibt die Frage, wie schnell sich milliardenschwere KI-Investitionen – etwa die gemeldete Rechenkapazitäts-Vereinbarung mit OpenAI – in freien Cashflow verwandeln.
Quartalszahlen am 29. Januar
Der Fokus richtet sich nun auf den 29. Januar 2026, wenn Amazon die Zahlen für das vierte Quartal vorlegt. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 1,97 Dollar bei einem Umsatz von 211 Milliarden Dollar. Entscheidend wird sein, ob das Weihnachtsgeschäft die Erwartungen erfüllte und ob AWS sein Wachstumstempo hält.
Technisch bewegt sich die Aktie nahe ihrem 52-Wochen-Hoch von 258,60 Dollar. Ein Durchbruch darüber würde das Signal der Kursziel-Senkung abschwächen. Sollte der Markt jedoch die vorsichtigere Haltung einzelner Analysten aufgreifen, könnte eine Konsolidierung vor den Zahlen folgen. Die Mehrheit der Analysten bleibt dennoch optimistisch: Rund 96 Prozent der Ratings lauten auf “Kaufen”.
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