Amazon Aktie: Zölle lassen Preise steigen
Amazon-CEO Jassy bestätigt steigende Preise durch US-Zölle, während eine 475-Millionen-Investition in Saks Global als wertlos abgeschrieben wird. Die Aktie verliert an Wert.

- Preisanstieg bei Produkten durch US-Zollpolitik
- 475-Millionen-Investment in Saks Global wertlos
- AWS-Wachstum durch KI-Infrastruktur erwartet
- Aktie verliert prompt 2,7 Prozent an Wert
Die Zollpolitik von Donald Trump hinterlässt nun sichtbare Spuren auf der Amazon-Plattform. CEO Andy Jassy bestätigte am 20. Januar 2026 beim Weltwirtschaftsforum in Davos, dass die Preise für Produkte auf der E-Commerce-Plattform allmählich steigen. Die Aktie reagierte prompt: Sie verlor 2,7 Prozent an Wert.
Amazon und die auf der Plattform aktiven Händler hatten im Jahr 2024 erhebliche Warenbestände aufgebaut, um den Zollkosten zuvorzukommen. Diese Puffer sind im Herbst 2025 aufgebraucht worden. “Die Zölle kriechen nun in die Preise einiger Waren”, so Jassy gegenüber CNBC. Händler reagieren unterschiedlich: Einige geben die Mehrkosten direkt an Käufer weiter, andere schlucken sie selbst, um die Nachfrage nicht zu gefährden.
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Margen unter Druck
Für Amazon selbst wird die Situation zunehmend problematisch. “Wenn bei den Leuten die Kosten um zehn Prozent steigen, gibt es nicht viele Stellen, an denen man das auffangen kann”, erklärte Jassy. Im Einzelhandelsgeschäft mit traditionell niedrigen Margen seien die Optionen “nicht endlos”. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft kam in einer aktuellen Studie zu einem klaren Ergebnis: Nur etwa 4 Prozent der Zolllast tragen ausländische Lieferanten, während 96 Prozent auf US-Käufer abgewälzt werden.
Die Verbraucher zeigen sich laut Jassy bislang resilient und suchen verstärkt nach Schnäppchen. Dennoch gibt es Signale der Zurückhaltung bei hochpreisigen Käufen. “Amazons Konsumenten haben sich bisher gut gehalten. Aber wir müssen abwarten, was 2026 bringt”, so der CEO.
Luxus-Desaster kostet Hunderte Millionen
Parallel belastet ein gescheitertes Luxus-Abenteuer die Bilanz. Amazon hatte im Dezember 2024 rund 475 Millionen US-Dollar in Saks Global investiert, als das Unternehmen 2,7 Milliarden US-Dollar für die Übernahme von Neiman Marcus zahlte. Am 14. Januar 2026 meldete Saks Insolvenz mit Schulden von 3,4 Milliarden US-Dollar.
In den am 15. Januar beim US-Insolvenzgericht in Houston eingereichten Unterlagen bezeichnet Amazon seine Beteiligung als “de facto wertlos”. Der Tech-Konzern wirft Saks vor, innerhalb weniger als eines Jahres Hunderte Millionen US-Dollar verbrannt zu haben. Amazons Anwältin Caroline Reckler erklärte vor Gericht, ihr Mandant habe “wenig bis kein Vertrauen” in eine erfolgreiche Sanierung.
KI-Infrastruktur im Fokus
Während die Luxus-Expansion scheiterte, setzt Amazon auf die Zukunft der Künstlichen Intelligenz. Der Konzern schloss einen zweijährigen Liefervertrag mit Rio Tinto, um Kupfer aus dem Nuton-Projekt in Arizona zu beziehen. Das Material ist essentiell für den Bau von Rechenzentren. Im Gegenzug stellt AWS Cloud-Computing-Leistungen zur Optimierung der Förderprozesse bereit.
Experte Jed Ellerbroek von Argent Capital Management kalkuliert für 2026 mit einem AWS-Wachstum von über 20 Prozent. Die Amazon-Aktie werde sich erholen und der Konzern als “Gewinner im Bereich KI herausstellen”. Von 74 Analysten auf TipRanks empfehlen 46 die Aktie zum Kauf, bei einem durchschnittlichen Kursziel von 294,93 US-Dollar – ein Aufwärtspotenzial von 23,34 Prozent.
Die Aktie schloss am 20. Januar bei 239,12 US-Dollar, im vorbörslichen Handel am 21. Januar notierte sie bei 233,33 US-Dollar.
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