Amazon: KeyBanc erhöht Ziel auf $325
Mehrere Großbanken erhöhen ihre Kursziele für Amazon vor den Quartalszahlen. AWS-Wachstum und KI-Auftragsbestand treiben die optimistischen Prognosen.

- UBS und BMO erhöhen Kursziele
- AWS-Wachstum über Markterwartungen
- KI-Auftragsbestand von 200 Milliarden
- 63 von 68 Analysten raten zum Kauf
Kurz vor den Quartalsergebnissen überschlagen sich die Analysten bei Amazon. Am 23. April 2026 hoben gleich mehrere große Investmentbanken ihre Kursziele an — getrieben von beschleunigtem Wachstum bei AWS und einem rapide wachsenden KI-Auftragsbestand.
AWS als zentraler Wachstumstreiber
UBS prognostiziert für die Cloud-Sparte AWS ein Umsatzwachstum von 38 Prozent im laufenden Jahr — weit über dem Marktkonsens von 26 Prozent. Als Haupttreiber nennen die Analysten strategische Partnerschaften mit OpenAI und Anthropic, die dem Auftragsbestand rund 200 Milliarden Dollar hinzufügen sollen. UBS hob sein Kursziel auf 304 Dollar an und bestätigte das „Buy“-Rating.
BMO Capital Markets folgte mit einer Anhebung auf 315 Dollar und kürte Amazon zum „Top Pick“. Die Analysten betonen, dass das Werbegeschäft trotz makroökonomischer Unsicherheiten im Einzelhandel robust bleibt — befeuert durch bevorstehende Großereignisse wie Olympia und die FIFA-Weltmeisterschaft.
Breite institutionelle Rückendeckung
Die Zahl der positiven Einschätzungen ist bemerkenswert. KeyBanc hob sein Ziel von 285 auf 325 Dollar an, Sanford C. Bernstein von 265 auf 300 Dollar, Arete Research von 285 auf 301 Dollar. Letzteres impliziert ein Aufwärtspotenzial von 18 Prozent gegenüber dem damaligen Kursniveau. Unter den 68 Analysten, die die Aktie abdecken, sprechen 63 eine Kaufempfehlung aus, fünf raten zum Halten.
Der KI-Umsatz des Konzerns nimmt dabei konkrete Konturen an. UBS-Analyst Stephen Ju schätzt den jährlich wiederkehrenden KI-Umsatz auf inzwischen mehr als 15 Milliarden Dollar. Die vertiefte Anthropic-Partnerschaft — mit Investitionszusagen von bis zu 25 Milliarden Dollar — gilt als zentraler Hebel, bringt aber auch höhere Kapitalausgaben mit sich.
Aktie nahe Jahreshoch, Bewertung moderat
Die Aktie notiert in Frankfurt nahe ihrem 52-Wochen-Hoch bei 220,10 Euro und liegt damit rund 34 Prozent über dem Stand vor zwölf Monaten. Trotz dieser Kursrally erscheint die Bewertung nicht überhitzt: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von 35,6 liegt deutlich unter dem Fünfjahresmittel von 53,3.
Einen kleinen Wermutstropfen liefern die Insidertransaktionen. CEO Andy Jassy trennte sich im Rahmen eines vorab festgelegten Handelsplans von 31.000 Aktien. Insgesamt summierten sich Insiderverkäufe der vergangenen drei Monate auf rund 28 Millionen Dollar — ein Faktor, den Marktteilnehmer bei hohen Bewertungsniveaus erfahrungsgemäß genau verfolgen.
Am 29. April 2026 legt Amazon seine Erstquartalszahlen vor. Der Markt erwartet dann Klarheit darüber, ob das AWS-Wachstum die ambitionierten Prognosen tatsächlich stützt — und wie sich die milliardenschweren KI-Investitionen erstmals in den Zahlen niederschlagen.
Amazon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Amazon-Analyse vom 24. April liefert die Antwort:
Die neusten Amazon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Amazon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Amazon: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




