Amazon: OpenAI-Modelle auf AWS Bedrock

Amazon öffnet seine Cloud für OpenAI, X-Energy feiert Börsendebüt. Vor den Quartalszahlen am Dienstag blicken Anleger auf Milliardeninvestitionen.

Die Kernpunkte:
  • OpenAI-Modelle bald auf AWS verfügbar
  • X-Energy steigt nach IPO um 14 Prozent
  • Quartalszahlen am 29. April erwartet
  • Eigene KI-Chips reduzieren Nvidia-Abhängigkeit

Microsoft verliert seinen exklusiven Zugang zu OpenAI-Technologie. Für Amazon bedeutet das eine direkte Öffnung — und AWS-Chef Andy Jassy hat bereits bestätigt, dass OpenAI-Modelle in den kommenden Wochen auf der Bedrock-Plattform verfügbar sein werden.

Ende der Microsoft-Exklusivität

Der überarbeitete Vertrag zwischen Microsoft und OpenAI streicht die exklusiven API-Distributionsrechte. Microsoft bleibt zwar primärer Cloud-Partner, die Lizenz läuft jedoch nicht-exklusiv bis 2032. Außerdem entfällt der bisherige Umsatzanteil, den Microsoft von OpenAI erhielt. OpenAI zahlt seinerseits weiter einen gedeckelten Umsatzanteil an Microsoft — bis 2030, unabhängig von technologischen Meilensteinen wie dem Erreichen künstlicher allgemeiner Intelligenz.

Der Hintergrund: Ende 2025 soll Amazon einen Cloud-Vertrag mit OpenAI im Volumen von 38 Milliarden Dollar abgeschlossen haben. Das gibt dem AWS-Einstieg ein klares strategisches Gewicht.

Atomkraft als Datencenter-Fundament

Parallel dazu legte Amazons Nuklear-Investment einen bemerkenswerten Start hin. X-Energy, ein Atomkraft-Startup mit Amazon als 24,9-Prozent-Anteilseigner, stieg am Montag nach seinem Nasdaq-IPO um über 14 Prozent auf 33,38 Dollar. Das Unternehmen entwickelt kleine modulare Reaktoren — genau die Art von Grundlastenergie, die KI-Rechenzentren brauchen.

Der Börsengang startete bei 23,00 Dollar. Inzwischen liegt die Marktkapitalisierung bei über 11 Milliarden Dollar. X-Energy plant, bis 2039 mehr als 5 Gigawatt Atomkapazität bereitzustellen.

Quartalszahlen am Dienstag

Am 29. April legt Amazon seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vor. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 1,63 Dollar bei einem Umsatz von rund 177 Milliarden Dollar. Im Vorquartal wuchs AWS um 24 Prozent — das stärkste Tempo seit 13 Quartalen. Der Gesamtumsatz kletterte damals auf 213,4 Milliarden Dollar.

Für 2026 plant Amazon Investitionen von rund 200 Milliarden Dollar. Das Geld fließt in KI-Infrastruktur, eigene Chips, Robotik und Satellitenprojekte. Der freie Cashflow sank zuletzt deutlich — von 38,2 Milliarden auf 11,19 Milliarden Dollar — ein direktes Ergebnis dieser Investitionswelle.

Chips und Kurs

Bei der Hardware setzt Amazon auf Eigenentwicklung. Der Trainium2-Chip läuft bereits, 1,4 Millionen Einheiten sind Kunden zugesagt. Das reduziert die Abhängigkeit von Nvidia und senkt langfristig die Infrastrukturkosten.

Die Aktie notiert nahe ihrem 52-Wochen-Hoch von 225,40 Euro und hat seit Jahresbeginn rund 16 Prozent zugelegt. Die Mehrheit der Analysten hält an einer Kaufempfehlung fest, das Kursziel liegt im Konsens bei umgerechnet rund 287 Dollar. Ob die Quartalszahlen am Dienstag diesen Optimismus stützen, wird die nächste Weiche stellen.

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