AMD: 1 Gigawatt Instinct-Deal mit Meta

AMD-Aktie erreicht vor Q1-Zahlen 52-Wochen-Hoch. Analysten erwarten 33 Prozent Umsatzplus, während Meta-Deal und x86-Allianz für Rückenwind sorgen.

Die Kernpunkte:
  • AMD-Aktie mit 74 Prozent Plus im April
  • Meta-Deal über KI-Chips vereinbart
  • Gemeinsame x86-Initiative mit Intel
  • Analysten erwarten 9,9 Milliarden Dollar Umsatz

AMD nähert sich dem Jahreshöchstkurs— und das kurz vor den wichtigsten Zahlen des Jahres. Am heutigen Montag veröffentlicht das Unternehmen nach US-Börsenschluss seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026, während Anleger eine der bemerkenswertesten Kursrallys der jüngeren Halbleitergeschichte verarbeiten.

April-Rally und ein RSI-Signal

Der April war außergewöhnlich. AMD-Aktien legten im vergangenen Monat rund 74 Prozent zu— getragen von Branchenrückenwind und einer Reihe strategischer Ankündigungen. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Plus auf knapp 60 Prozent, der aktuelle Kurs von rund 304 Euro entspricht dem 52-Wochen-Hoch. Zum Vergleich: Vor einem Jahr notierte die Aktie noch unter 87 Euro.

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Technisch läuft die Aktie heiß. Der RSI überstieg zuletzt die Marke von 90— ein klassisches Überkauft-Signal, das auf kurzfristige Gegenbewegungen hindeutet. Das dürfte manchen Investor vor dem heutigen Abend nachdenklich stimmen.

Meta-Deal und x86-Allianz

Hinter der Kursbewegung stecken handfeste strategische Entwicklungen. AMD hat mit Meta eine weitreichende Liefervereinbarung für Instinct-KI-Chips abgeschlossen. Geplant ist der Einsatz von zunächst einem Gigawatt Rechenkapazität— mit einer Option auf sechs Gigawatt. Um die Interessen beider Seiten zu verzahnen, hat AMD 160 Millionen Warrants an Meta ausgegeben.

Parallel dazu intensiviert AMD seine Zusammenarbeit mit Intel im Rahmen der sogenannten x86-Allianz. Kern der Initiative ist eine neue Befehlssatzerweiterung namens APX, die die verfügbaren Register auf 32 verdoppelt. Ziel ist es, die Dominanz von x86-Prozessoren in Rechenzentren gegen den wachsenden Druck durch ARM-basierte Chips zu verteidigen. Morgan Stanley schätzt den adressierbaren Markt für Rechenzentrum-CPUs bis 2030 auf bis zu 60 Milliarden Dollar— angetrieben vor allem durch den Aufstieg autonomer KI-Agenten.

Quartalszahlen im Fokus

Der Konsens der Analysten erwartet für Q1 2026 einen Umsatz von rund 9,9 Milliarden Dollar— ein Plus von etwa 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn je Aktie wird auf 1,29 bis 1,30 Dollar geschätzt. CEO Lisa Su hat für das Rechenzentrumsgeschäft ein jährliches Wachstum von über 60 Prozent über die nächsten drei bis fünf Jahre in Aussicht gestellt.

Der Optionsmarkt preist eine implizite Kursbewegung von rund 9,5 Prozent nach der Bekanntgabe ein— in beide Richtungen. Besonders im Blick: die Margenentwicklung und die Nachfrage nach der MI300X-Plattform. Susquehanna hat sein Kursziel auf 375 Dollar angehoben, während Northland mit einem Ziel von 260 Dollar auf „Market Perform“ zurückgestuft hat— eine Spanne, die zeigt, wie unterschiedlich die Erwartungen an den heutigen Abend sind.

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