AMD Aktie: 57-Prozent-Sprung in Datencenter
AMD überholt Intel im Servergeschäft und profitiert vom KI-Boom. Die Aktie notiert nahe ihrem Rekordhoch.

- AMD Marktanteil steigt auf 46 Prozent
- Server-CPU-Lieferungen legen 15 Prozent zu
- KI-Systeme als Wachstumstreiber identifiziert
- Aktie erreicht fast 52-Wochen-Hoch
AMD verdrängt Intel. Nicht langsam, nicht schrittweise — sondern mit einer Geschwindigkeit, die selbst optimistische Prognosen übertrifft. Eine aktuelle UBS-Analyse zeigt, warum das kein kurzfristiger Trend ist.
Intel verliert, AMD gewinnt
Im x86-Servermarkt ist die Machtverschiebung messbar. Intels Umsatzanteil fiel um fast fünf Prozentpunkte auf 53,8 Prozent. AMD kletterte auf 46,2 Prozent. Bei den ausgelieferten Einheiten sanken Intels Serverlieferungen im Quartalsvergleich um ein Prozent — AMD legte 15 Prozent zu.
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Auf Jahresbasis ist der Kontrast noch deutlicher. AMDs Einheitenanteil stieg von 24,1 auf 27,4 Prozent. Intel rutschte von 64,4 auf 54,9 Prozent ab.
Der Gesamtmarkt wächst dabei kräftig. Server-CPU-Lieferungen stiegen rund 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr — historisch ist in diesem Zeitraum eher ein Rückgang üblich. Treiber sind explodierende Investitionen der großen Cloud-Konzerne, die ihre Ausgaben laut UBS um rund 81 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern.
Agentic AI als struktureller Rückenwind
Hinter dem Wachstum steckt ein technologischer Wandel. Sogenannte agentic AI-Systeme — also KI-Anwendungen, die eigenständig Aufgaben koordinieren und planen — brauchen nicht nur GPUs für das Training großer Modelle. Sie benötigen auch CPUs für Koordination, Speicherverwaltung und Aufgabensteuerung.
UBS sieht AMD hier gut aufgestellt. Der Konzern kombiniere eine hohe Kernanzahl mit Multithreading-Fähigkeiten, was es ermögliche, mehrere parallele Agenten auf einem einzigen Prozessor zu betreiben. Das ist kein Nischenargument — es ist ein Strukturvorteil in einem Markt, der laut UBS bis 2030 von rund 30 Milliarden auf etwa 170 Milliarden Dollar wachsen könnte.
Zahlen bestätigen die Richtung
AMDs Datencenter-Sparte lieferte im ersten Quartal 5,8 Milliarden Dollar Umsatz — ein Plus von 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit überholte AMD erstmals Intels Data-Center-Sparte, die auf rund 5,1 Milliarden Dollar kam.
Für das zweite Quartal erwartet AMD einen Gesamtumsatz von rund 11,2 Milliarden Dollar. Das entspräche einem Jahreswachstum von etwa 46 Prozent. Der Server-CPU-Umsatz soll dabei um mehr als 70 Prozent zulegen.
Nicht alles läuft rund. Im PC-Segment brachen die Lieferungen im Quartal um 13 Prozent ein. UBS erwartet, dass der globale PC-Markt 2026 weiter schrumpft — Speicherpreisinflation belastet die Nachfrage. AMD dürfte Intel aber auch dort Marktanteile abnehmen.
Kurs nahe Allzeithoch
Die Aktie spiegelt die Erwartungen wider. Mit rund 384 Euro notiert AMD knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 389,50 Euro — und hat sich seit Mai 2025 fast vervierfacht. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der Konsensschätzungen für 2026 liegt bei 65, was angesichts des Wachstumstempos weniger abschreckend wirkt als der hohe Absolutwert zunächst vermuten lässt.
Der nächste Prüfstein kommt mit den Quartalszahlen für das zweite Quartal — dann zeigt sich, ob AMD die eigene Guidance von über 70 Prozent Server-CPU-Wachstum tatsächlich einlöst.
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