AMD Aktie: Analysten-Schub

Zwei Analystenhäuser stufen AMD aufgrund des starken KI-Geschäfts hoch und sehen deutliches Aufwärtspotenzial. Die Prognosen für KI-Chip-Umsätze wurden massiv angehoben.

Die Kernpunkte:
  • Zwei Analystenhäuser erhöhen Kursziele auf bis zu 291 US-Dollar
  • KI-Chip-Umsätze könnten 2026 auf 14-15 Milliarden US-Dollar steigen
  • Server-CPU-Geschäft soll um mindestens 50 Prozent wachsen
  • Aktie notiert trotz starkem Lauf noch unter neuen Zielmarken

AMD startet mit Rückenwind ins Jahr 2026. Gleich zwei Häuser von der Wall Street erhöhen den Druck auf der Kaufseite und stellen deutlich höhere Kursziele in Aussicht. Im Zentrum steht dabei ein Thema: Wie groß kann das AI-Geschäft von AMD tatsächlich werden?

Doppelte Aufstufung als Signal

Am Dienstag profitiert die Aktie von einer klar positiven Analystenwelle. KeyBanc Capital Markets stuft AMD von „Sector Weight“ auf „Overweight“ hoch und setzt das Kursziel auf 270 US‑Dollar. China Renaissance startet die Bewertung parallel mit „Buy“ und geht mit einem Ziel von 291 US‑Dollar noch weiter.

Beide Einschätzungen kommen nach einem bereits starken Lauf: Auf Sicht von zwölf Monaten liegt die Aktie rund 80 % im Plus, notiert mit etwa 207 US‑Dollar aber noch spürbar unter den neuen Zielmarken. Die Analysten sehen damit weiterhin deutliches Aufwärtspotenzial im laufenden AI-Investitionszyklus.

AI-Chips und Server treiben die Fantasie

Der Kern der KeyBanc-Argumentation liegt im Datacenter-Geschäft. Nach Einschätzung von Analyst John Vinh ist das Angebot an Server-CPUs für 2026 praktisch ausverkauft, vor allem wegen der hohen Nachfrage großer Cloud-Anbieter. KeyBanc rechnet deshalb damit, dass das Server-CPU-Geschäft von AMD im Jahr 2026 um mindestens 50 % wächst.

Noch wichtiger: Die Umsatzprognosen für AI-GPUs werden massiv nach oben gesetzt. Angetrieben vom Hochlauf der MI355 im ersten Halbjahr 2026 und der MI455 „Helios“ in der zweiten Jahreshälfte geht KeyBanc inzwischen von 14 bis 15 Milliarden US‑Dollar an AI-spezifischen Erlösen im Geschäftsjahr 2026 aus. Das würde AMD klar als Nummer zwei hinter Nvidia im Markt für AI-Beschleuniger etablieren.

Unterstützung kommt auch von institutioneller Seite. Neue Meldungen zeigen, dass Nordea Investment Management AB seine Position im dritten Quartal 2025 um mehr als 200 % ausgebaut hat und nun AMD-Aktien im Wert von rund 631 Millionen US‑Dollar hält. Auf der Gegenseite steht jedoch jüngste Insideraktivität: CEO Lisa Su hat im Dezember 2025 insgesamt 125.000 Aktien verkauft – ein Punkt, den Anleger aufmerksam registrieren.

Server-Superzyklus und Konkurrenzdruck

Die positive Einschätzung zu AMD steht eingebettet in einen übergeordneten „Server-Superzyklus“. KeyBanc hat am selben Tag auch Intel auf „Overweight“ hochgestuft. Der gemeinsame Nenner: Hyperscaler wie Amazon, Google und Meta investieren weiter massiv in Rechenkapazität, was die Lieferketten auslastet und Spielraum für Preisaufschläge von 10 bis 15 % bei Server-Chips eröffnet.

Leistungsspitzenreiter im Grafikbereich bleibt dennoch Nvidia. Aktuelle Benchmarks vom 13. Januar zeigen, dass die RTX 4080 SUPER in klassischen Gaming-Messungen weiterhin vor AMDs kommender Mittelklasse Radeon RX 9060 XT liegt. AMD richtet seine Strategie daher stärker auf Unternehmens- und Datacenter-Kunden aus, wo Gesamtpaket und Kosten-Nutzen-Verhältnis im Mittelpunkt stehen.

Finanziell geht der Konzern gestärkt ins neue Jahr: Für das dritte Quartal 2025 meldete AMD einen Umsatz von 9,25 Milliarden US‑Dollar, ein Plus von 35,6 % gegenüber dem Vorjahr und über den Markterwartungen. Der Markt spekuliert nun darauf, dass ein mögliches 15‑Milliarden‑AI-Geschäft zugleich für höhere Margen sorgt, wenn im Serversegment Preiserhöhungen durchsetzbar bleiben.

Bewertung und Ausblick

Technisch betrachtet bleibt die Aktie trotz der jüngsten Konsolidierung klar im Aufwärtstrend: Mit einem Kurs von 207,69 US‑Dollar liegt sie rund 36 % über dem 200‑Tage-Durchschnitt, auf Monatssicht steht ein Plus von gut 17 % zu Buche. Der Abstand von gut 9 % zum 52‑Wochen-Hoch signalisiert, dass weiteres Momentum nötig wäre, um die alten Höchststände nachhaltig hinter sich zu lassen.

Der nächste harte Test folgt bereits in wenigen Wochen: Für den 3. Februar 2026 wird der Quartals- und Jahresbericht 2025 erwartet. Entscheidend wird dann, ob das Management die „ausverkaufte“ Server-CPU-Situation für 2026 bestätigt, konkrete Aussagen zum Hochlauf der MI355 und MI455 liefert und die AI-Umsatzspanne von 14 bis 15 Milliarden US‑Dollar untermauert – erst dann lässt sich einschätzen, wie realistisch die neuen Kursziele von 270 und 291 US‑Dollar tatsächlich sind.

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