AMD Aktie: ARK Invest verkauft 100 Millionen Dollar
Cathie Woods Fonds verkauft AMD-Aktien für über 100 Mio. Dollar trotz Rekordquartal und Kursrallye. Das Kapital fließt in andere Tech-Werte.

- ARK Invest verkauft AMD-Anteile im Wert von über 100 Mio. Dollar
- AMD meldet Rekordquartal mit starkem Datencenter-Wachstum
- Freigesetztes Kapital fließt in Alphabet, Meta und Shopify
- AMD-Aktie erreicht 52-Wochen-Hoch bei KGV von 92
AMD-Aktionäre erleben gerade eine merkwürdige Situation: Der Kurs klettert auf ein 52-Wochen-Hoch, die Quartalszahlen übertreffen alle Erwartungen — und ausgerechnet jetzt zieht sich Cathie Woods ARK Invest systematisch zurück.
Millionenverkäufe durch das Earnings-Fenster
ARK hat in einem Zeitraum von rund zwei Wochen zwischen Ende April und Anfang Mai AMD-Anteile im Wert von über 100 Millionen Dollar abgestoßen. Die Verkäufe liefen gestaffelt über mehrere Handelssitzungen — zunächst knapp 6 Millionen Dollar im April, dann zwei Tranchen von je rund 33 Millionen Dollar, gefolgt von weiteren Teilverkäufen. Den größten Einzeltag markierte der 8. Mai mit 46.034 Aktien über die ETFs ARKK, ARKW und ARKF, was rund 18,8 Millionen Dollar einbrachte.
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Das Pikante daran: ARK verkaufte mitten in AMDs stärkstem Quartal seit Jahren. Der Chipkonzern meldete für Q1 einen Gewinn je Aktie von 1,37 Dollar — deutlich über den erwarteten 1,29 Dollar — bei einem Umsatz von 10,25 Milliarden Dollar. Der Datencenterumsatz erreichte mit 5,8 Milliarden Dollar einen Rekordwert, ein Plus von 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Aktie sprang daraufhin um mehr als 20 Prozent.
Kapital wandert zu anderen Wetten
ARK interpretiert den Abverkauf intern als Positionsmanagement, nicht als Vertrauensverlust. Das freigesetzte Kapital fließt offenbar in Titel, denen ARK mehr Kurspotenzial zutraut: Alphabet, Meta und Shopify stehen auf der Kaufliste, ebenso CoreWeave mit 113.076 neu erworbenen Aktien sowie Tempus AI mit einem Kauf von rund 8 Millionen Dollar.
Parallel dazu trennte sich AMDs Chief Strategy Officer Paul Darren Grasby am 8. Mai von knapp 24.400 Aktien im Wert von 10,8 Millionen Dollar — ein Insiderverkauf, der das Bild ergänzt, ohne es zwingend zu erklären.
Bewertung als eigentliche Frage
AMDs fundamentale Aussichten bleiben stark. Für Q2 erwartet das Unternehmen einen Umsatz von rund 11,2 Milliarden Dollar, was einem Jahreswachstum von etwa 46 Prozent entspräche. CEO Lisa Su rechnet damit, dass das Datencenter-Geschäft mit der Hochlaufphase der MI450-Chips ab 2027 mit einer jährlichen Rate von mindestens 80 Prozent wächst. Der freie Cashflow verdreifachte sich in Q1 auf 2,6 Milliarden Dollar.
Die Aktie notiert aktuell auf einem 52-Wochen-Hoch von knapp 390 Euro — seit Jahresbeginn hat sie sich mehr als verdoppelt. Das treibt die Bewertung auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 92, gemessen am bereinigten Trailing-Ergebnis. Zum Vergleich: Nvidia kommt auf ein KGV von 43,5. Ob AMD diesen Aufschlag langfristig rechtfertigen kann, hängt wesentlich davon ab, wie eng das Unternehmen Nvidia im KI-GPU-Markt auf den Fersen bleibt — und wie stark Exportbeschränkungen das Geschäft künftig belasten.
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