AMD Aktie: Data-Center-Erlöse sollen sich bis 2027 verdoppeln

CLSA und Piper Sandler bekräftigen ihre positiven AMD-Einschätzungen. Im Fokus stehen KI-Chips, Rechenzentren und das Wachstum bis 2027.

Die Kernpunkte:
  • CLSA hebt AMD-Kursziel auf 710 Dollar
  • Piper Sandler bestätigt 600-Dollar-Kursziel
  • Rechenzentrumserlöse sollen sich 2027 verdoppeln
  • AMD-Aktie seit Jahresbeginn 165 Prozent höher

Optimistische Signale aus dem Geschäft mit Künstlicher Intelligenz sorgen bei AMD für anhaltenden Rückenwind an den Finanzmärkten. Gleich zwei Analysehäuser bestätigten Mitte September ihre positiven Einschätzungen für den Halbleiterkonzern und trauen der Aktie deutliche Kursgewinne zu. Im Mittelpunkt des Interesses stehen dabei die Auslieferungen neuer Beschleunigerchips sowie die Wachstumsperspektiven für das Segment der Rechenzentren.

Kursziele von bis zu $710

Am 11. September hob das Analysehaus CLSA sein Kursziel für AMD deutlich von $575 auf $710 an und behielt die Einstufung „Outperform“ bei. Medienberichten zufolge begründeten die Experten diesen Schritt mit der Aussicht auf höhere Stückzahlen der Grafikprozessoren vom Typ MI-455, die zudem zu höheren Verkaufspreisen abgesetzt werden könnten.

Nur wenige Tage später, am 15. September, bekräftigte auch Piper Sandler das Votum „Overweight“ mit einem Kursziel von $600. Die Einschätzung erfolgte nach einer Telefonkonferenz des Unternehmens vor Beginn der sogenannten Quiet Period für das dritte Quartal. Beide Häuser sehen damit spürbares Aufwärtspotenzial für den US-Konzern.

Verdopplung im Rechenzentrum bis 2027 avisiert

Die Zuversicht der Experten stützt sich maßgeblich auf Aussagen des Managements. Auf einer Fachkonferenz Anfang September stellte AMD in Aussicht, dass sich die Erlöse im Data-Center-Geschäft im Jahr 2027 verdoppeln sollen.

Die Nachfrage nach KI-Lösungen habe sich demnach spürbar schneller entwickelt als ursprünglich angenommen. Gleichzeitig wies das Unternehmen darauf hin, dass der Produktionshochlauf der MI450-Reihe die Margen auf kurze Sicht belasten dürfte.

Bereits im zweiten Quartal 2026 hatte AMD solide Zahlen vorgelegt. Das Unternehmen erzielte einen bereinigten Gewinn von $1,66 je Aktie bei einem Umsatz von 11,54 Milliarden $. Für das dritte Quartal peilt der Konzern Erlöse von rund 13 Milliarden $ an, bei einer Schwankungsbreite von 300 Millionen $ sowie einer bereinigten Bruttomarge von etwa 56 Prozent.

Starke Jahresbilanz trotz kurzer Dämpfer

Zuletzt blieb der Sektor allerdings nicht von Schwankungen verschont. Laut Reuters gaben Halbleiterwerte am 14. September nach, da Warnungen führender US-Manager zur Sicherheit von KI-Systemen die Stimmung im gesamten Technologiesegment kurzfristig eintrübten.

Am Markt setzte sich die übergeordnete Aufwärtsbewegung dennoch fort. Zum Ende der vergangenen Handelswoche schloss die AMD-Aktie am Freitag bei 487,00 Euro, was einem Tagesplus von 2,6 Prozent entsprach. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier damit einen beachtlichen Zuwachs von 165 Prozent.

Der Kurs liegt damit wieder in Schlagdistanz zu seinem bisherigen Rekordniveau. Bis zu den nächsten Quartalszahlen wird das Augenmerk der Anleger vor allem darauf gerichtet sein, ob die Auslieferungen der neuen KI-Beschleuniger planmäßig vorankommen.

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