AMD Aktie: Dynamik aufbauen!

AMD verzeichnet starke Nachfrage und volle Auftragsbücher, doch Analysten sind gespalten, ob die Erwartungen an den KI-Chipmarkt erfüllt werden können. Die Aktie erreicht ein neues Jahreshoch.

Die Kernpunkte:
  • Starke Nachfrage nach Server-CPUs bis Ende 2026
  • KI-GPU-Umsatz könnte 2026 bei 15 Mrd. Dollar liegen
  • Langfristiger Rechenzentrumsvertrag mit Riot Platforms
  • Meta Platforms will AMD-Chipbestellungen ausweiten

AMD steht mitten im vielleicht entscheidendsten Ausbau seiner Unternehmensgeschichte: Server-Chips, KI-GPUs und riesige Rechenzentren rücken ins Zentrum des Geschäfts. Kurz vor den Zahlen für das vierte Quartal 2025 prallen nun sehr unterschiedliche Analystenmeinungen aufeinander. Im Kern geht es um die Frage, ob die starke Nachfrage die hohen Erwartungen rechtfertigt – oder ob Rivale Nvidia noch schneller davonzieht.

Analysten gespalten – Nachfrage extrem stark

Am Mittwoch hat KeyBanc Capital Markets seine optimistische Einstufung für AMD bekräftigt. Die Analysten bleiben bei „Overweight“ und verweisen auf eine außergewöhnlich starke Nachfrage nach Server-CPUs: AMD ist nach ihrer Einschätzung bei Server-Kapazitäten nahezu bis Ende 2026 ausverkauft und prüft sogar mögliche Preiserhöhungen.

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Auf der anderen Seite steht Bernstein mit einem deutlich vorsichtigeren „Market Perform“-Rating. Dort wird AMDs Fortschritt zwar anerkannt, dennoch bevorzugen die Analysten klar Nvidias Produktfahrplan. Ihrer Ansicht nach baut Nvidia seinen Vorsprung im High-End-KI-Segment weiter aus – trotz der sichtbaren Marktanteilsgewinne von AMD.

Diese gegensätzlichen Einschätzungen spiegeln das zentrale Dilemma wider: AMD zeigt starkes Wachstum und volle Auftragsbücher, doch die Messlatte im KI-Chipmarkt liegt durch Nvidia extrem hoch.

Wachstumstreiber: KI-GPUs und Rechenzentren

Der positive Fall von KeyBanc stützt sich auf konkrete Wachstumsprognosen. Demnach könnte AMD 2026 mit KI-GPUs einen Umsatz von 14 bis 15 Milliarden US-Dollar erzielen. Die Analysten erwarten zudem, dass sowohl die anstehenden Quartalszahlen als auch der Ausblick über den aktuellen Konsensschätzungen liegen – getrieben vor allem durch die neue Generation der Turin-Prozessoren für Rechenzentren.

Ein weiterer Baustein ist ein kürzlich geschlossener, großer Zehnjahresvertrag mit Riot Platforms über Rechenzentrumsflächen und -dienstleistungen. Dieser langfristige Deal unterstreicht, dass AMD zusätzliche, dedizierte Kapazitäten benötigt, um die wachsende Nachfrage bedienen zu können.

Zusätzlichen Rückenwind liefern Berichte, wonach Meta Platforms seine Käufe von AMD-KI-Chips ausweiten will. Dass ein großer Hyperscaler stärker auf AMD setzt, werten Marktbeobachter als Zeichen zunehmender Akzeptanz der Produkte im Cloud-Segment.

Stichpunkte zu den operativen Treibern:

  • Sehr hohe Auslastung im Servergeschäft, Kapazitäten nahezu bis Ende 2026 vergeben
  • Erwartete KI-GPU-Umsätze von 14–15 Mrd. US-Dollar im Jahr 2026
  • Langfristiger 10-Jahres-Rechenzentrumsvertrag mit Riot Platforms
  • Geplante Ausweitung der KI-Chip-Bestellungen durch Meta Platforms
  • Neue Turin-Generation als zentrales Produkt für Umsatz- und Gewinnschub

Am Aktienmarkt spiegelt sich der Optimismus deutlich wider: Die AMD-Aktie markierte heute mit 231,91 US-Dollar ein neues 52‑Wochen-Hoch und hat sich auf Sicht von zwölf Monaten fast verdoppelt. Der Kurs liegt damit weit über den gleitenden Durchschnitten der vergangenen Monate.

Governance und Wettbewerb: Nvidia bleibt Maßstab

Auch auf der Governance-Seite stellt sich AMD breiter auf. Am 20. Januar wurde die frühere Accenture-Finanzchefin KC McClure in den Aufsichtsrat berufen. Mit ihrer Erfahrung im Management großer Investitionsprogramme soll sie helfen, die Phase hoher Ausgaben und schnellen Wachstums im KI- und Rechenzentrumsgeschäft finanziell zu steuern.

Im Hintergrund bleibt der Wettbewerb jedoch hart. Die unterschiedlichen Analystenstimmen lassen sich klar zuordnen:
– KeyBanc sieht in der nahezu ausverkauften Server-Kapazität ein Zeichen operativer Stärke und stützt daraus seine optimistische Haltung.
– Bernstein betont dagegen die Risiken und hebt hervor, dass Nvidia im Sektor weiterhin die „Top Pick“ ist – insbesondere bei den technologisch führenden KI-Lösungen.

Damit verdichtet sich das Bild: AMD gewinnt Marktanteile und expandiert aggressiv in KI und Rechenzentren, doch der Anspruch, mit Nvidia Schritt zu halten, ist hoch und von großen Investitionen begleitet.

Ausblick auf die Quartalszahlen

Die nächste Bewährungsprobe steht bereits fest: Am 3. Februar 2026 nach US-Börsenschluss legt AMD die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Der Konzern hat seinen Umsatz in den vergangenen zwölf Monaten um fast 32 % gesteigert – die Erwartungshaltung ist entsprechend hoch.

Entscheidend wird sein, ob das Management die von KeyBanc genannten Nachfrage- und Wachstumsbilder mit harten Zahlen und einem starken Ausblick untermauert. Gelingt es, bei KI-GPUs, Server-CPUs und Rechenzentren überzeugende Perspektiven für 2026 zu liefern, dürften die optimistischen Szenarien Rückenwind erhalten. Fallen Ausblick oder Bestelltrends schwächer aus als von den Bullen erhofft, bekäme eher die vorsichtige Linie von Bernstein Auftrieb.

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