AMD Aktie: Fünf Tage, ein Meilenstein

AMD gewinnt binnen fünf Handelstagen rund 24 Prozent und überschreitet erstmals eine Billion Dollar Börsenwert. Rechenzentren treiben das Wachstum.

Die Kernpunkte:
  • AMD steigt fünf Handelstage hintereinander
  • Aktie erreicht 613,92 Dollar
  • Rechenzentrumsumsatz wächst um 107 Prozent
  • Nvidia bleibt beim Börsenwert voraus

Fünf Tage in Folge ging es für AMD nach oben, am Montag dann der Knall: Ein Kurssprung von rund neun Prozent hob den Chiphersteller erstmals über die Marke von einer Billion Dollar Marktkapitalisierung. Zwischenzeitlich erreichte die Aktie ein Rekordhoch von 613,92 Dollar. Damit hat AMD binnen fünf Handelstagen etwa 24 Prozent gewonnen.

Getrieben wurde die Rally von möglichen KI-Gesprächen zwischen den USA und China sowie fallenden Ölpreisen, die Technologiewerte am Montag insgesamt beflügelten. Für AMD ist der Sprung mehr als nur eine Momentaufnahme: Er markiert das Ende einer Konsolidierungsphase, die den Titel im Juli und August spürbar zurückgeworfen hatte. Selbst der Dämpfer nach Warnungen vor einer zu schnellen KI-Ausbreitung in der vergangenen Woche ist damit erledigt.

Rechenzentren als Wachstumsmotor

Die operative Basis für den Kurssprung liefert das zweite Quartal. AMD steigerte den Umsatz im Bereich Rechenzentren um 107 Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar, konzernweit legten die Erlöse um 50 Prozent auf 11,54 Milliarden Dollar zu. Ausgerechnet diese starken Zahlen hatten im Sommer zunächst keine Euphorie ausgelöst — die Aktie fiel nach der Vorlage. Erst jetzt honoriert der Markt die Wachstumsdynamik mit Verspätung.

CEO Lisa Su hat zudem ein ambitioniertes Ziel ausgegeben: Bis 2027 soll sich der Umsatz im Rechenzentrumsgeschäft noch einmal verdoppeln. Seit Jahresbeginn steht die Aktie nun mit etwa 180 Prozent im Plus.

Noch im Schatten von Nvidia

Trotz des historischen Sprungs bleibt AMD kleiner als der Rivale Nvidia, der auf eine Marktkapitalisierung von rund 5,4 Billionen Dollar kommt. An der Börse hat sich das Kräfteverhältnis zuletzt aber verschoben: Nvidia legte seit Jahresbeginn nur rund 22 Prozent zu, deutlich weniger als AMD.

Charttechnisch ist der Ausbruch auf neue Rekordnotierungen eindeutig. Nach der scharfen Korrektur der Halbleiterbranche im Sommer, die auf ein Blow-Off-Top Ende Mai und Anfang Juli folgte, mahnt die Geschwindigkeit der aktuellen Bewegung allerdings zur Vorsicht. Wie belastbar der Billionen-Dollar-Status ist, dürfte sich zeigen, wenn die nächsten Quartalszahlen den hohen Erwartungen gegenüberstehen, die der Markt inzwischen eingepreist hat.

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