AMD Aktie: Helios-Auftrag aus Italien

Generative Bionics plant drei Trainingsstandorte mit AMD-Technik; das Auftragsvolumen bleibt ungenannt.

Die Kernpunkte:
  • Italienischer Trainingshub mit 5.000 Quadratmetern geplant
  • Drei Anlagen für Robotik-KI vorgesehen
  • AMD bereits an Seed-Runde beteiligt
  • Auftragswert wurde nicht bekannt gegeben

Europa will seine Roboter selbst trainieren, und AMD liefert dafür die Rechenleistung. Das italienische Deep-Tech-Unternehmen Generative Bionics hat heute auf der CES Unveiled in Mailand den Bau einer „Physical AI Data Factory“ angekündigt. Als Infrastrukturpartner setzt es auf AMDs Helios-Systeme.

Drei Standorte, ein Rechenfundament

Geplant ist ein Netzwerk aus drei Anlagen. Den Anfang macht ein Hub in Italien mit 5.000 Quadratmetern, der bis zum vierten Quartal 2027 in Betrieb gehen soll. Ein zweiter Standort folgt andernorts in Europa, ein dritter soll globale Märkte bedienen. Nach Unternehmensangaben wäre der erste Hub Europas größte Trainingsanlage für humanoide Roboter.

Die Helios-Racks sollen physische und synthetische Daten verarbeiten, KI-Modelle trainieren und tausende digitale Zwillinge parallel simulieren. Der Humanoide GENE.01 lernt demnach in realen Industrieumgebungen, wird in der Simulation tausendfach variiert und kehrt mit validierten Modellen zurück in die Praxis.

Die Verbindung ist keine Premiere. AMD Ventures beteiligte sich schon an der Seed-Runde von Generative Bionics, die mit 70 Millionen Euro ausgestattet war. Zudem steckt AMD-Rechenleistung bereits im Roboter selbst. AMD-Manager Keith Strier spricht von einem wichtigen Schritt für Europas KI- und Industriesouveränität.

Finanzielle Dimension offen

Zum Volumen des Auftrags machen die Beteiligten keine Angaben. Für AMDs Zahlen dürfte die Meldung kurzfristig wenig ändern. Strategisch passt sie jedoch zum Bemühen, Helios als Rack-Architektur im Markt zu verankern, diesmal mit dem Schwerpunkt Robotik.

Die Aktie bewegte sich zuletzt moderat. Am Dienstag drehte sie im Verlauf 0,5 Prozent ins Plus, am Mittwochmorgen gab sie im vorbörslichen Geschäft 0,6 Prozent nach. Die Branche bleibt skeptisch, ob sich die massiven KI-Investitionen auszahlen. Am 3. November legt AMD Quartalszahlen vor, dann zeigt sich, wie sich das KI-Geschäft entwickelt.

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