AMD Aktie: Herausforderung wartet?
Berichte über mögliche Verzögerungen bei AMDs MI450-KI-Chips verunsichern Anleger. Der Analyst Wells Fargo widerspricht der These. Die Quartalszahlen am Dienstag sollen Klarheit bringen.

- Gerüchte über Verspätung bei MI450-KI-Chipserie
- Wells Fargo widerspricht Verzögerungsberichten
- Entscheidende Quartalszahlen am 3. Februar 2026
- Aktie verliert über 7% in einer Woche
Ein einziges Gerücht reicht manchmal, um eine gute Story ins Wanken zu bringen. Genau das ist bei AMD passiert: Berichte über mögliche Verzögerungen bei der nächsten KI-Chipgeneration haben Anleger verunsichert. Ausgerechnet jetzt – wenige Tage vor den Quartalszahlen – wird der Zeitplan zum Nerventhema.
Warum der Markt nervös reagiert
Auslöser der Verkaufswelle waren Berichte, wonach sich AMDs kommende MI450-Serie bei der Produktion verspäten könnte. Das trifft einen empfindlichen Punkt: Die MI450-Beschleuniger gelten als wichtiger Baustein, um im umkämpften Markt für KI-Rechenzentren stärker gegen Nvidia zu punkten. AMD selbst hatte zuletzt in Aussicht gestellt, dass die Volumenproduktion in der zweiten Jahreshälfte 2026 starten soll.
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Entsprechend sensibel ist der Markt, wenn an diesem Datum gerüttelt wird – nicht nur wegen möglicher Umsätze, sondern weil sich daraus schnell Zweifel an der Wettbewerbsfähigkeit und an Lieferzusagen an Großkunden ableiten.
Gegenrede: Wells Fargo widerspricht
Allerdings kam prompt Widerspruch. Der Wells-Fargo-Analyst Aaron Rakers stellte die Verzögerungs-These infrage und erklärte, die Entwicklung auf TSMCs 2-Nanometer-Prozess (N2) liege im Plan. Als Argument führt er an, AMD habe den „Tape-out“ bereits abgeschlossen und zudem Muster des „Venice“-EPYC-Prozessors ausgeliefert – ebenfalls auf dem N2-Knoten, der auch für die MI450-Reihe relevant sein soll.
Wells Fargo blieb bei „Overweight“ und einem Kursziel von 345 US-Dollar. Die Schwäche im Kurs wurde dort also eher als kurzfristige Verunsicherung interpretiert – nicht als Trendbruch.
Quartalszahlen am Dienstag: Das entscheidet jetzt
Der entscheidende Termin ist diese Woche klar markiert: Am Dienstag, 3. Februar 2026, legt AMD nach US-Börsenschluss die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Und genau dort dürfte das Management die Gelegenheit nutzen, den Nebel um Nachfrage und Produktionsfahrplan zu lichten. Kann AMD die Sorgen um Zeitplan und KI-Nachfrage mit klaren Aussagen ausräumen? Zumindest ist das die Bühne, auf der das Unternehmen das Thema direkt adressieren kann.
Die Erwartungen der Wall Street, wie sie im Quelltext genannt werden:
– Bereinigter Gewinn je Aktie: 1,32 US-Dollar (plus 21,1% gegenüber Vorjahr)
– Umsatz: 9,67 Mrd. US-Dollar (plus 26,2% gegenüber Vorjahr)
Auch die jüngsten CES-Ankündigungen liefern dafür den Kontext: AMD präsentierte dort eine breite KI-Roadmap – von der „Helios“-Rack-Plattform (mit MI455X-GPUs und „Venice“-EPYC-CPUs) über die Instinct MI440X bis zu einem Ausblick auf die MI500-Serie. Zusätzlich hob das Unternehmen eine OpenAI-Partnerschaft hervor, bei der AMD als bevorzugter Partner für den Aufbau von 6 Gigawatt neuer KI-Rechenkapazität genannt wurde, mit Start in der zweiten Jahreshälfte 2026.
Zur Aktie: Am Freitag schloss sie bei 244,40 US-Dollar und liegt damit in den letzten sieben Tagen 7,32% im Minus.
Zum Wochenausklang bleibt damit vor allem ein Punkt hängen: Nicht die Roadmap fehlt, sondern die Klarheit über den Takt. Spätestens am Dienstagabend dürfte AMD liefern müssen – mit Zahlen und vor allem mit einer belastbaren Einordnung, wie fest die KI-Zeitpläne für 2026 wirklich stehen.
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