AMD Aktie: Intels Warnschuss?
Schwache PC-Nachfrage und Intels Ausblick belasteten AMD; Susquehanna erhöhte zugleich seine Bewertung der Aktie.

- AMD gab im Halbleiterabschwung 4,8 Prozent nach
- Susquehanna setzte das Kursziel auf 650 Dollar
- ARK Invest meldete Verkäufe von AMD-Aktien
- Oracle-Kooperation für KI- und Cloud-Infrastruktur erweitert
AMD hat gestern im schwachen Halbleiterumfeld 4,8% verloren. Laut Reuters belasteten Intels enttäuschender Ausblick für das vierte Quartal und Warnungen vor einer schwachen PC-Nachfrage die Chipwerte. AMD gehörte demnach auch zu den Aktien, die nachbörslich unter dem negativen Stimmungsumschwung litten.
Reuters verwies außerdem auf den vorherigen Rückgang im Halbleitersektor nach den Ergebnissen von Alphabet. Dabei spielten Sorgen über die Ausgaben für KI-Infrastruktur eine Rolle.
Susquehanna hebt das Kursziel an
Eine höhere Bewertung für AMD hatte Susquehanna noch am Mittwoch angesetzt: Medienberichten zufolge hob Analyst Christopher Rolland das Kursziel von 620 $ auf 650 $ an. Die Einstufung „Positive“ behielt er bei.
ARK Invest legte dagegen am Mittwoch Verkäufe von AMD-Aktien offen, die am Dienstag erfolgt waren. Medienberichten zufolge hatte ARK auch am Vortag AMD-Papiere verkauft.
Kooperationen bei Cloud-Infrastruktur und Software
AMD kündigte am Dienstag eine erweiterte Zusammenarbeit mit Oracle bei KI- und Cloud-Infrastruktur an. Die kommenden Compute-E7-Instanzen von Oracle Cloud Infrastructure sollen Prozessoren der sechsten Generation von AMD EPYC verwenden. Zudem sollen AMD-Pensando-DPUs die konvergierten Oracle-Acceleron-Netzwerkkarten für AMD-basierte Instanzen unterstützen.
Mit Intel hatte AMD am 20. Oktober eine Zusammenarbeit bei der Softwareoptimierung angekündigt. Beide Unternehmen wollen ihre Optimierungsarbeiten für x86-Prozessoren im Umfeld von PyTorch in oneDNN zusammenführen. Entwickler sollen dadurch einen gemeinsamen Softwarepfad für Prozessoren beider Anbieter erhalten.
Den nächsten Einblick in die Geschäftsentwicklung will AMD mit den Ergebnissen für das dritte Geschäftsquartal 2026 geben. Die Veröffentlichung ist für den 3. November 2026 nach Börsenschluss angesetzt; anschließend soll eine Telefonkonferenz folgen.
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