AMD Aktie: Marktteilung
Vor den Quartalszahlen prallen Gerüchte über Verzögerungen bei den MI450-KI-Beschleunigern auf Analysten-Dementis. Die Partnerschaft mit OpenAI hängt am Zeitplan.

- Gerüchte um Verzögerung bei MI450-Chips
- OpenAI-Partnerschaft mit klarem Zeitplan
- Wichtige Quartalszahlen am 3. Februar
- Aktie trotz Unsicherheit im Jahresplus
Bei AMD prallen diese Woche zwei Erzählungen aufeinander: Läuft der Zeitplan für die nächste KI-Chip-Generation wie geplant – oder drohen Verzögerungen? Genau diese Unsicherheit hat zuletzt für spürbare Nervosität gesorgt. Klarheit soll nun der anstehende Quartalsbericht bringen.
Gerüchte um MI450 – und der schnelle Konter
Auslöser der jüngsten Volatilität war ein Bericht von SemiAnalysis, der mögliche Produktionsverzögerungen bei den kommenden MI450-KI-Beschleunigern ins Spiel brachte. Solche Signale treffen AMD an einer empfindlichen Stelle: Im KI-Markt zählt nicht nur Leistung, sondern auch Timing und verlässliche Lieferfähigkeit.
Wells Fargo stellte sich kurz darauf gegen die Verzögerungs-These. Demnach liege MI450 weiterhin im Plan. Die Bank verweist darauf, dass AMDs Fortschritt auf dem 2‑Nanometer-Prozess von TSMC wie vorgesehen laufe, zentrale Designs bereits „taped out“ seien und frühe Muster verschickt wurden. Erwartet wird ein Produktionshochlauf in der zweiten Jahreshälfte 2026, wobei der Großteil der Stückzahlen laut Wells Fargo erst gegen Jahresende kommen dürfte.
OpenAI als Anker – mit klarer Zeitachse
Strategisch wichtig ist in diesem Zusammenhang die Partnerschaft mit OpenAI (angekündigt am 6. Oktober 2025). OpenAI will im Rahmen einer mehrjährigen Vereinbarung insgesamt 6 Gigawatt an AMD-GPUs einsetzen. Der Startschuss für die erste Ausbaustufe (1 Gigawatt) mit Instinct MI450‑GPUs ist für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehen.
Zusätzlich enthält der Deal eine Optionsstruktur (Warrants): Wenn bestimmte Meilensteine erreicht werden, kann OpenAI bis zu 160 Millionen AMD‑Aktien erwerben – das entspräche grob rund 10% am Unternehmen. Der Punkt dahinter: Die Kooperation liefert AMD nicht nur Prestige, sondern auch eine greifbare Nachfrage-Story, die eng am MI450‑Zeitplan hängt.
Wichtige Fakten im Überblick:
– Quartalszahlen: Dienstag, 3. Februar 2026, nach US-Börsenschluss
– Streitpunkt am Markt: Zeitplan und Produktionsanlauf der MI450‑Beschleuniger
– OpenAI-Vereinbarung: 6‑GW‑Einsatz, erste 1‑GW‑Phase ab 2. Halbjahr 2026
– Warrants: bis zu 160 Mio. Aktien möglich (≈ 10%), abhängig von Meilensteinen
Quartalszahlen am 3. Februar: Was jetzt zählt
Am Dienstagabend (3. Februar) berichtet AMD über das vierte Quartal 2025. Das ist die Bühne, auf der das Management die Produktions- und Nachfragefragen direkt adressieren kann – und damit auch die widersprüchlichen Narrative der letzten Tage.
Flankierend hatte AMD im Januar auf der CES mehrere Neuheiten vorgestellt, darunter die Ryzen AI 400 Serie, den Ryzen 7 9850X3D, die Instinct MI440X für Enterprise‑KI sowie „Ryzen AI Halo“ als eigene KI-Developer-Plattform. Außerdem kündigte AMD am 14. Januar eine Zusammenarbeit mit Tata Consultancy Services (TCS) an, die Unternehmen beim Skalieren von KI-Projekten in den Produktivbetrieb unterstützen soll. Der gemeinsame Nenner: AMD will KI nicht nur über Rechenzentren, sondern auch über ein breites Produkt- und Partnernetz ausrollen.
An der Börse zeigt sich derweil: Trotz der jüngsten Schwäche auf Wochensicht bleibt die Aktie über die letzten 12 Monate deutlich im Plus. Entscheidend wird am Dienstag sein, ob AMD den MI450‑Fahrplan so konkret bestätigt, dass die Debatte um mögliche Verzögerungen an Zugkraft verliert – oder ob neue Details den Zeitplan weiter zur Baustelle machen.
AMD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AMD-Analyse vom 31. Januar liefert die Antwort:
Die neusten AMD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AMD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
AMD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




