AMD Aktie: Meta-Deal elektrisiert

Advanced Micro Devices erhält von Meta einen Auftrag über 6 Gigawatt GPU-Leistung, der das Gesamtvolumen mit OpenAI auf 12 Gigawatt erhöht. Analysten schätzen das Fünfjahresvolumen auf etwa 60 Milliarden Dollar.

Die Kernpunkte:
  • Zweiter Großauftrag für KI-GPUs innerhalb weniger Monate
  • Fünfjahresvertrag mit Meta über 6 Gigawatt Leistung
  • Aktienkurs erholt sich nach Deal-Ankündigung deutlich
  • Leistungsgebundene Aktienoptionen für Meta vereinbart

Advanced Micro Devices hat innerhalb von fünf Monaten den zweiten Mega-Auftrag im KI-Infrastruktur-Geschäft an Land gezogen. Meta Platforms verpflichtet sich zur Abnahme von GPU-Rechenleistung im Umfang von 6 Gigawatt – zusätzlich zu den 6 Gigawatt aus dem OpenAI-Deal im Oktober. Damit hat AMD Aufträge über insgesamt 12 Gigawatt in den Büchern. Analysten beziffern das Volumen der Meta-Vereinbarung auf rund 60 Milliarden Dollar über fünf Jahre.

Zwei Deals, ein Versprechen

Die Struktur des Meta-Abkommens gleicht dem OpenAI-Vertrag: Mehrstufige Lieferungen über mehrere GPU-Generationen, gestaffelt nach Leistungsstufen. Der erste Gigawatt-Meilenstein soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 erreicht werden, ausgestattet mit einer speziell für Meta optimierten Variante der MI450-Architektur. Die Systeme basieren auf der gemeinsam mit Meta im Rahmen des Open Compute Project entwickelten Helios Rack-Scale-Plattform.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei AMD?

Reuters zufolge läuft der Vertrag über fünf Jahre, was einem durchschnittlichen jährlichen Volumen von 1,2 Gigawatt entspricht. Bank of America schätzt, dass jeder Gigawatt-Ausbau einen Umsatz zwischen 17,5 und 20 Milliarden Dollar bei EBIT-Margen von 30 bis 35 Prozent generiert. Beide Deals zusammen übersteigen den Jahresumsatz 2025 von knapp 35 Milliarden Dollar um ein Vielfaches.

Aktienpaket mit hoher Hürde

Teil der Vereinbarung sind leistungsgebundene Optionsrechte für Meta über bis zu 160 Millionen AMD-Aktien. Die Warrants sind an GPU-Liefermeilensteine gekoppelt und werden nur bei Erreichen bestimmter Aktienkursschwellen ausübbar. Bank of America errechnete, dass eine vollständige Verwässerung erst bei einem AMD-Kurs von rund 600 Dollar eintreten würde – etwa dem Dreifachen des aktuellen Niveaus.

Quartalsabschluss enttäuscht

Trotz Rekordzahlen im vierten Quartal 2025 – 10,3 Milliarden Dollar Umsatz, 1,53 Dollar bereinigter Gewinn je Aktie – reagierte die Börse am 3. Februar enttäuscht. Der Ausblick auf das erste Quartal 2026 mit 9,8 Milliarden Dollar Umsatz lag zwar über der Konsensschätzung von 9,38 Milliarden Dollar, verfehlte aber die ambitionierteren internen Erwartungen einzelner Analysten. Die Aktie verlor daraufhin 17 Prozent.

Nach Bekanntgabe des Meta-Deals zog der Kurs um 8,8 Prozent an. Goldman Sachs hob das Kursziel von 210 auf 240 Dollar an, Mizuho von 275 auf 280 Dollar. Unterm Strich stand die Aktie im Monat vor der Meta-Ankündigung dennoch mit rund 18 Prozent im Minus.

Hyperscaler-Ausgaben als Treiber

Meta plant für 2026 Investitionsausgaben von über 135 Milliarden Dollar. Gemeinsam mit Amazon, Google und Microsoft wollen die großen Cloud-Anbieter rund 650 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur investieren. AMD positioniert sich dabei als primäre Alternative zu Nvidia im Hochleistungs-GPU-Segment. Mit OpenAI und Meta als Referenzkunden dürften weitere Hyperscaler folgen.

Die zweite Jahreshälfte 2026 wird zeigen, ob AMD die zugesagten Liefermengen termingerecht ausliefern kann. CFO Jean Hu erwartet substanzielles Umsatzwachstum über mehrere Jahre und einen positiven Effekt auf den bereinigten Gewinn je Aktie. Die Produktpalette – Helios-Architektur, MI450-GPUs und EPYC-CPUs der sechsten Generation – steht vor dem Härtetest durch die anspruchsvollsten KI-Workloads der Branche.

AMD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AMD-Analyse vom 1. März liefert die Antwort:

Die neusten AMD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AMD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 1. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

AMD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu AMD