AMD Aktie: Profiteur der Intel-Schwäche

AMD profitiert von Intels Lieferengpässen und startet neue Gaming-CPU. Die Aktie erreicht Höchststände, während Analysten auf die kommenden Quartalszahlen blicken.

Die Kernpunkte:
  • Intel-Probleme schaffen Marktlücke für AMD
  • Neue Gaming-CPU startet Ende Januar
  • Aktie notiert auf 52-Wochen-Hoch
  • Quartalszahlen am 3. Februar erwartet

Während der Konkurrent Intel nach enttäuschenden Ausblicken an der Börse abgestraft wird, nutzt AMD die Gunst der Stunde. Der Halbleiterkonzern profitiert direkt von den massiven Lieferproblemen des Rivalen und markiert neue Höchststände. Doch nicht nur die Schwäche der Konkurrenz treibt den Kurs, sondern auch eine aggressive Produkt-Offensive im Gaming-Sektor.

Lieferengpässe beim Rivalen als Treiber

Der wichtigste Treibstoff für den aktuellen Höhenflug ist der Einbruch beim Erzrivalen. Intel schockte die Wall Street mit einer schwachen Prognose für das erste Quartal 2026, was die Aktie massiv unter Druck setzte. Besonders brisant für die Marktbewertung: Intel-CEO Lip-Bu Tan musste erhebliche Lieferengpässe bei Server-Prozessoren einräumen, die Bestände sollen im ersten Quartal auf einen Tiefpunkt fallen.

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Dieses operative Nadelöhr erzeugt ein „Angebotsvakuum“ im Markt für Rechenzentren. Analysten werten dies als Steilvorlage für AMD, um mit den eigenen EPYC-Chips weitere Marktanteile zu erobern. Unternehmenskunden, die nicht auf verspätete Intel-Lieferungen warten können, dürften verstärkt zur verfügbaren Alternative greifen.

Strategische Offensive im Gaming-Markt

AMD ruht sich nicht auf den Fehlern der Konkurrenz aus, sondern legt operativ nach. Das Unternehmen bestätigte den Start des Ryzen 7 9850X3D für den 29. Januar 2026. Mit einem Preis von 499 US-Dollar und erhöhter Taktfrequenz zielt der Chip direkt auf High-End-Gamer ab.

Der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist taktisch klug gewählt. Während Intel bei seinen neuen „Panther Lake“-Consumer-Chips noch Anlaufschwierigkeiten hat, besetzt AMD aggressiv das Premium-Segment. Damit setzt das Unternehmen Intel auch im wichtigen Client-Computing-Geschäft weiter unter Margendruck.

Starke Kursentwicklung und institutioneller Rückhalt

Die Divergenz zwischen den beiden Chip-Giganten spiegelt sich deutlich in der Kursentwicklung wider. Die AMD-Aktie kletterte am Freitag um knapp 4 Prozent auf ein neues 52-Wochen-Hoch von 263,70 US-Dollar und verzeichnet seit Jahresbeginn ein Plus von 18 Prozent.

Unterstützung für das bullische Szenario kommt auch von prominenter Seite. ARK Invest und Cathie Wood bekräftigten ihre Zuversicht und positionieren AMD in ihrem aktuellen Report als primären Herausforderer von Nvidia im Bereich der KI-Hardware. Dies untermauert die These, dass der Markt für Künstliche Intelligenz groß genug für mehrere Gewinner ist.

Ausblick: Quartalszahlen im Fokus

Der Blick der Anleger richtet sich nun auf den 3. Februar 2026. Nach Börsenschluss wird AMD seine Bücher öffnen und Ergebnisse für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr 2025 präsentieren. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung dürfte dabei vor allem die aktualisierte Umsatzprognose für KI-Beschleuniger im Jahr 2026 sein, die von Analysten im Bereich von 14 bis 15 Milliarden US-Dollar erwartet wird.

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