AMD Aktie: RDNA 5 erst Ende 2027 erwartet
AMD plant für Radeon einen grundlegenden Architektur-Neustart, während das Servergeschäft mit KI-Agenten stark wächst.

- RDNA-5-GPUs erst Ende 2027 erwartet
- Ehrgeiziger Architektur-Neustart geplant
- Server-CPU-Wachstum von 70 Prozent prognostiziert
- Aktie konsolidiert nach Rekordrally
Auf der Computex 2026 zeichnete sich bereits ab, dass AMD im Grafikgeschäft einen langen Atem braucht. Jetzt bestätigen Berichte von taiwanesischen Hardware-Partnern: Die nächste Gaming-GPU-Generation mit RDNA-5-Architektur kommt frühestens Ende 2027 – eher Anfang 2028. Der aktuelle RDNA-4-Zyklus wird damit deutlich länger laufen als erwartet.
Hinter der Verzögerung steckt ein ehrgeiziger Plan. AMD will für seine Radeon-Sparte einen „Ryzen-Moment“ erzwingen – einen fundamentalen Architektur-Neustart, der das Unternehmen im High-End-Segment wieder konkurrenzfähig machen soll. Statt schrittweiser Verbesserungen setzen die Entwickler auf ein neu designtes Core- und Speicher-Hierarchy-Design. Branchenquellen nennen den aktuellen Stand der Speichertechnologie als einen Grund für die späte Zeitplanung.
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Agentic AI befeuert Servergeschäft
Während die Gamer warten müssen, brummt das Datacenter-Geschäft. Finanzchefin Jean Hu sieht in „Agentic AI“ – autonomen Systemen, die eigenständig Workflows orchestrieren – einen zentralen Nachfragtreiber für High-Performance-CPUs. Anders als klassische Chat-Modelle brauchen diese Agenten massive Rechenleistung für komplexe Abläufe.
Die Folgen zeigt die Prognose: Für das zweite Quartal 2026 erwartet das Management ein Server-CPU-Wachstum von 70 Prozent im Jahresvergleich. Schon im ersten Quartal waren es 50 Prozent, gestützt auf die laufende Hochskalierung der 2-Nanometer-„Venice“-Architektur. Meta und OpenAI sollen die kommenden Helios-Rack-Systeme bereits fest gebucht haben.
Aktie konsolidiert nach Rekordlauf
Die Anteilscheine notierten am Freitag bei 404,55 Euro – ein Minus von 7,76 Prozent binnen einer Woche. Seit Jahresanfang steht das Papier trotzdem noch 112 Prozent im Plus, auf Zwölfmonatssicht sogar 282 Prozent. Der RSI von 55,3 signalisiert eine neutrale Phase nach dem jüngsten Branchenrückzug.
AMD selbst blickt optimistisch in die Zukunft. Das Unternehmen hob die Prognose für den Server-CPU-Markt auf 120 Milliarden US-Dollar bis 2030 an – getrieben vom Wandel von KI-Training zu Inference und dem Hochlauf autonomer KI-Agenten. Die institutionellen Zuflüsse bleiben hoch, auch wenn erste Fonds nach der Rekordrally Anfang Juni ihre Positionen anpassen.
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