AMD Aktie: Strategische Weichen gestellt
AMD meldet Rekordumsatz und schließt Großdeals mit Meta und OpenAI, doch die Aktie leidet unter einer vorsichtigen Quartalsprognose und hohen Erwartungen.

- Rekordumsatz und Gewinnüberschuss im letzten Quartal
- Strategische GPU-Deals mit Meta und OpenAI abgeschlossen
- Vorsichtiger Ausblick für das laufende Quartal
- Lizenzvereinbarung beendet juristische Altlasten
Advanced Micro Devices meldet heute eine mehrjährige IP-Lizenzvereinbarung mit Adeia – ein vergleichsweise kleiner Deal, der aber einen symbolischen Wert hat. Er räumt juristische Altlasten aus dem Weg und ergänzt eine Serie strategischer Meilensteine, die AMD in den vergangenen Wochen gesetzt hat: Rekordeinnahmen, ein Milliarden-Deal mit Meta und ein ambitionierter Chip-Fahrplan.
Rekordquartal trifft auf enttäuschende Guidance
AMDs Zahlen für das Gesamtjahr 2025 waren beeindruckend: 34,6 Milliarden Dollar Umsatz und ein GAAP-Nettogewinn von 4,3 Milliarden Dollar. Im vierten Quartal erzielte das Unternehmen mit 10,3 Milliarden Dollar Umsatz einen neuen Rekordwert – und übertraf beim bereinigten Gewinn je Aktie mit 1,53 Dollar die Analystenerwartung von 1,32 Dollar deutlich.
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Dennoch geriet die Aktie unter Druck. Der Grund: Der Ausblick für das laufende Quartal enttäuschte Teile des Markts. AMD prognostizierte einen Umsatz zwischen 9,5 und 10,1 Milliarden Dollar – rechnerisch über dem Analystenkonsens, aber unter den Erwartungen jener Investoren, die auf eine stärkere KI-bedingte Nachfrage gesetzt hatten.
Meta, OpenAI und die 12-Gigawatt-Wette
Das strategisch bedeutendste Ereignis der vergangenen Wochen war die Partnerschaft mit Meta Platforms. AMD und Meta vereinbarten eine mehrjährige, generationsübergreifende Zusammenarbeit: Meta will bis zu 6 Gigawatt AMD-Instinct-GPUs für seine KI-Infrastruktur einsetzen. Die ersten Lieferungen – basierend auf dem neuen MI450-Chip mit 2-Nanometer-Fertigung – sind für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant. Daneben erhält Meta Performance-Warrants auf bis zu 160 Millionen AMD-Aktien.
Zusammen mit dem bereits im Oktober geschlossenen Abkommen mit OpenAI – ebenfalls über 6 Gigawatt – verfügt AMD nun über verbindliche GPU-Lieferzusagen von insgesamt 12 Gigawatt. Das Management stellt für die nächsten drei Jahre ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 35 Prozent pro Jahr in Aussicht.
Rechtliche Klarheit als konstruktives Signal
Die heutige Lizenzvereinbarung mit Adeia – einem Anbieter von Halbleiter-IP – beendet sämtliche offenen Rechtsstreitigkeiten zwischen beiden Unternehmen und sichert AMD Zugang zu Adeias Patentportfolio für fortschrittliche Chip-Designs. In der Breite des strategischen Bildes ist der Deal eine Randnotiz, doch er zeigt: AMD räumt aktiv juristische Risiken aus seinem Umfeld.
Trotz der starken Fundamentaldaten und der jüngsten Großdeals notiert die Aktie derzeit rund 25 Prozent unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs. Der Markt wartet offenbar auf belastbare Belege, dass AMD die ambitionierten Lieferpläne – Stichwort MI450-Serienproduktion ab Mitte 2026 – tatsächlich einhalten kann. Die Quartalszahlen für das erste Quartal 2026 dürften zeigen, ob sich der Auftragseingang in belastbare Umsätze übersetzt.
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