AMD: Neue Technologien sollen die Trendwende bringen

Der Prozessor-Spezialist AMD hat mit den Zahlen des Schlussquartals des Geschäftsjahres 2016 ein erstes Signal gesetzt, dass man den Turnaround schaffen könnte. Denn dank neuer Technologien erreichte das Unternehmen einerseits ein Umsatzwachstum, andererseits konnte der Verlust deutlich verringert werden.

Unter dem Strich konnte AMD seinen Quartalsumsatz um 15,4 % auf 1,11 Milliarden Dollar steigern. Hierbei schaffte das Unternehmen insbesondere im Bereich Computing und Graphics ein überproportionales Umsatzwachstum von 28 % auf 600 Millionen Dollar. Das kompensierte die gegenüber dem Vorquartal rückläufigen Umsätze im Bereich Enterprise und Semi-Customs. Allerdings ist der Rückgang in dieser Sparte dadurch zu erklären, dass die beiden Großkunden Sony und Microsoft bereits im zweiten und dritten Quartal ihre Aufträge für die im vierten Quartal verkauften Konsolen abwickelten.

AMD kann Verlust verringern

Unter dem Strich verbuchte AMD einen Verlust von 51 Millionen Dollar. Dies war allerdings nur noch die Hälfte des Vorjahresverlustes und wesentlich weniger als die 406 Millionen Dollar, die man im dritten Quartal als Verlust melden musste.

Für das laufende erste Quartal bleibt AMD zurückhaltend. Was allerdings weniger daran liegt, dass man insgesamt schwächere Geschäfte erwartet. Vielmehr werden die beiden Technologien, auf die man seine ganzen Wachstumshoffnungen setzt, erst im Laufe des ersten bzw. des zweiten Quartals an den Markt kommen.

Schafft AMD den Durchstart ab dem Sommer?

Dabei handelt es sich zum einen um die sogenannte Vega-Architektur bei Grafikkarten und die neue Zen-Architektur bei Prozessoren. Beide Technologien sind bislang aus technischer Sicht im Markt gut angekommen und sollen entsprechend zukünftig das Geschäft wieder in die Gewinnzone bringen. Wobei AMD mit der Zen-Architektur auch wieder im deutlich profitabler Server-Bereich punkten könnte. Allerdings ist hier, wenn alles gut geht, erst mit sichtbaren Ergebnissen ab dem Sommer zu rechnen.

An der Börse kamen die Ergebnisse dennoch gut an. Nachbörslich konnte die Aktie von AMD knapp 2 % zulegen.

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