American Electric Power Aktie: 3,26 Milliarden für Netzausbau

AEP erhält 3,26 Milliarden Dollar Staatsdarlehen für Stromnetzausbau in Texas. Barclays hebt Kursziel an, Quartalszahlen übertreffen Erwartungen.

Die Kernpunkte:
  • 3,26 Milliarden Dollar Kredit vom US-Energieministerium
  • Barclays erhöht Kursziel auf 138 US-Dollar
  • Gewinn je Aktie übertrifft Markterwartungen
  • Seit 116 Jahren ununterbrochene Dividendenzahlungen

Der US-Energieversorger American Electric Power (AEP) rüstet sein Stromnetz massiv für die Zukunft auf. Ein milliardenschweres Darlehen der US-Regierung soll den Ausbau im Bundesstaat Texas beschleunigen. Derweil signalisiert der Kapitalmarkt Vertrauen in die langfristige Strategie des Konzerns.

Die britische Bank Barclays hat das Kursziel für die Aktie von 136 auf 138 US-Dollar angehoben. Das Papier legte seit Jahresbeginn um über 21 Prozent zu. Aktuell notiert der Titel bei 120,12 Euro.

Staatshilfe für den Netzausbau

Das US-Energieministerium greift AEP Texas unter die Arme. Ein Kredit über 3,26 Milliarden US-Dollar fließt in rund 100 Projekte zur Stromübertragung. Damit will das Unternehmen etwa 4.500 Kilometer neue Leitungen bauen.

Der Ausbau soll den wachsenden Energiehunger von Rechenzentren und Fabriken stillen. Über einen Zeitraum von 30 Jahren erwartet das Unternehmen dadurch Kosteneinsparungen von 645 Millionen US-Dollar. Im gleichen Schritt verbessert der Versorger die Zuverlässigkeit seines Stromnetzes.

Starke Quartalszahlen stützen den Kurs

Die operativen Ergebnisse untermauern diesen Expansionskurs. Im ersten Quartal lag der Gewinn je Aktie mit 1,64 US-Dollar über den Erwartungen des Marktes. Der Umsatz stieg im Vorjahresvergleich um zehn Prozent auf 6,02 Milliarden US-Dollar.

Für das Gesamtjahr 2026 hält das Management an seinen Prognosen fest. Der Gewinn soll in einer Spanne zwischen 6,12 und 6,42 US-Dollar landen.

Konstanz bei der Dividende

Für einkommensstarke Depots bleibt der Versorger eine feste Größe. Seit 116 Jahren zahlt das Unternehmen ununterbrochen eine Dividende. Aktuell schüttet der Konzern pro Quartal 0,95 US-Dollar je Aktie aus.

Die Ausschüttungsquote bewegt sich in einem stabilen Rahmen von 56 bis 60 Prozent. Das lässt Spielraum für Investitionen in den fünfjährigen Kapitalplan. Dieser sieht Ausgaben von insgesamt 78 Milliarden US-Dollar vor.

Ende Juli oder Anfang August stehen die Ergebnisse für das zweite Quartal an. Marktbeobachter achten dann besonders auf den Fortschritt bei der Integration erneuerbarer Energien. Mit einem Abstand von rund drei Prozent zum 52-Wochen-Hoch bleibt die Dynamik der Aktie vorerst hoch.

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