AMEX New Highs: Ernsthafte Prüfungen voraus?
Die jüngste Erholung am US-Aktienmarkt gerät ins Stocken, da hartnäckige Energiepreise und steigende Anleiherenditen die Marktbreite deutlich einengen.

- Inflationsdaten und steigende Zinsen dämpfen Stimmung
- Marktbreite schrumpft mit deutlich weniger Jahreshochs
- Spekulative Einzeltitel zeigen extreme Kurssprünge
- Anleger schichten Kapital in sichere Staatsanleihen um
Die jüngste Erholung am US-Aktienmarkt ist zum Wochenabschluss deutlich ins Stocken geraten. Während die Anleger die neuen Inflationsdaten verarbeiten, schrumpft die Zahl der Aktien, die neue Höchststände erreichen, massiv zusammen. Vor allem die hartnäckige Teuerung bei den Energiepreisen sorgt für wachsende Skepsis auf dem Parkett und bremst den Optimismus der vergangenen Tage aus.
Inflation und Zinsen als Bremsklötze
Verantwortlich für die gedrückte Stimmung war vor allem der aktuelle US-Verbraucherpreisindex. Mit einer Inflationsrate von 3,3 % trafen die Daten zwar die Erwartungen, doch der massive Preissprung bei Benzin um über 21 % schürte neue Sorgen vor einer langanhaltenden Teuerung. In der Folge kletterte die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen auf 4,29 %.
Diese Entwicklung hinterließ deutliche Spuren in der Marktbreite. Am NYSE American sowie an den größeren Indizes zog sich die Führungsgruppe der Bullen merklich zurück. Markierten am Donnerstag noch 44 S&P-500-Titel ein neues Jahreshoch, waren es am Freitag nur noch 17. Das Handelsvolumen blieb dabei unter dem Durchschnitt der letzten 20 Tage, was darauf hindeutet, dass institutionelle Investoren der aktuellen Kursberuhigung noch nicht trauen.
Volatilität bei Nebenwerten
Trotz der allgemeinen Zurückhaltung gab es bei einzelnen Titeln am NYSE American heftige Bewegungen, die vor allem durch spekulative Käufe getrieben wurden:
- Smart Powerr Corp (CREG): Die Aktie schoss nach der Ankündigung einer Partnerschaft für saubere Energie in China zeitweise um über 84 % nach oben, verlor jedoch bis zum Handelsschluss wieder massiv an Boden.
- National HealthCare Corporation (NHC): Der Gesundheitsdienstleister profitierte von seiner defensiven Ausrichtung und einer Dividendenerhöhung; der Kurs hält sich stabil nahe seinem Mehrjahreshoch von 175,50 USD.
- WM Technology (MAPS): Im Gegensatz dazu leidet der Anbieter von Cannabis-Software unter regulatorischer Unsicherheit und verharrt in der Nähe seiner Jahrestiefs.
Technische Lage bleibt fragil
Das technische Bild für den breiten Markt hat sich eingetrübt. Der gleitende Durchschnitt der neuen 52-Wochen-Hochs ist in den negativen Bereich gerutscht, was auf eine fehlende Aufwärtsdynamik hindeutet. Die meisten Titel am NYSE American befinden sich derzeit in einer Konsolidierungsphase zwischen ihren 50-Tage- und 200-Tage-Linien. Anleger schichten derzeit verstärkt Kapital aus risikoreichen Small Caps in sicherere Staatsanleihen um, da die attraktiven Renditen dort den Druck auf Aktien erhöhen.
Der Fokus richtet sich nun auf das Wochenende und die diplomatischen Verhandlungen in Pakistan bezüglich eines Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran. Sollte eine Einigung erzielt werden, könnten überverkaufte Technologiewerte am Montag versuchen, ihre Höchststände zurückzuerobern. Bleiben die Energiepreise jedoch über der Marke von 100 Dollar pro Barrel, dürfte die Einengung der Marktbreite anhalten und weitere Ausbrüche nach oben verhindern.
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