Amrize Aktie: 170 Millionen Dollar EBITDA bei Baustoffen

Amrize überzeugt mit Umsatzplus im Baustoffsegment, während das Dachgeschäft schwächelt. Ein Aktienrückkauf stützt den Kurs.

Die Kernpunkte:
  • Baustoffsparte mit deutlichem Umsatzwachstum
  • Dachgeschäft leidet unter schwacher Nachfrage
  • Milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm gestartet
  • Gemischte Entwicklung in den Geschäftsbereichen

Während der SMI am Donnerstagvormittag nachgab, legte Amrize zu. Ein kleines, aber klares Signal — und es hat einen Grund.

Zement zieht, Dach schwächelt

Die Aktie stieg bis 09:28 Uhr um 0,9 Prozent auf 41,89 CHF. ABB, UBS und Partners Group gehörten ebenfalls zu den stärkeren Werten. Novartis, Roche und Nestlé gaben dagegen nach.

Den Hintergrund liefern die Quartalszahlen für Q1 2026. Der Gesamtumsatz wuchs um 4,7 Prozent. Das Segment Building Materials legte beim Umsatz um 12,9 Prozent zu. Zementvolumina stiegen um 13,9 Prozent, Aggregates-Volumina um 14,1 Prozent. Das Adjusted EBITDA dieses Segments kletterte auf 170 Millionen US-Dollar — nach 120 Millionen im Vorjahr.

Das Gegengewicht: Building Envelope. Dort sank der Umsatz auf 678 Millionen US-Dollar, verglichen mit 752 Millionen im Vorjahresquartal. Das Adjusted EBITDA fiel entsprechend zurück. Amrize verweist auf weiche Branchenvolumina und Preisdruck. Gewerbliche Dachreparaturen zeigten sich widerstandsfähig — das Wohnungsdachgeschäft hingegen nicht.

Rückkaufprogramm läuft

Seit dem 6. Mai 2026 kauft Amrize eigene Aktien zurück. Das Programm läuft über eine zweite Handelslinie an der SIX Swiss Exchange und ist auf ein Volumen von einer Milliarde US-Dollar bis Mai 2027 autorisiert. Die zurückgekauften Aktien werden eingezogen. Das tägliche Maximum liegt bei 272.548 Aktien; wöchentliche Updates sollen Transparenz schaffen.

Das Programm stützt die Aktie strukturell — zumindest solange Amrize es konsequent ausschöpft.

Gemischtes Bild, klare Gewichtung

Starkes Momentum bei Baustoffen und Infrastruktur auf der einen Seite, anhaltender Gegenwind bei Dachprodukten auf der anderen. Amrize hebt in seinen Quartalsdokumenten neue Projektstarts und mehrjährige Liefervereinbarungen für Großprojekte hervor — das deutet auf Sichtbarkeit im Building-Materials-Geschäft über die nächsten Quartale hin. Ob das den Druck im Envelope-Bereich dauerhaft überlagert, hängt maßgeblich davon ab, wann sich die Wohnbaunachfrage in Nordamerika stabilisiert.

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