Amrize Aktie: 8,38 Prozent Absturz nach Gewinn-Miss

Amrize senkt nach schwachem Quartal die EBITDA-Prognose. Hohe Kosten belasten die Marge, die Aktie fällt deutlich.

Die Kernpunkte:
  • Umsatzplus durch Rechenzentrums-Boom
  • EBITDA-Ziel nach unten korrigiert
  • Energiekosten belasten Profitabilität
  • Aktie verliert über acht Prozent

Amrize wächst, aber die Kosten fressen den Profit auf. Der nordamerikanische Baustoffspezialist senkt nach dem zweiten Quartal seine Gewinnziele. Anleger reagieren prompt und schicken das Papier auf Talfahrt.

Umsatzsprung durch Rechenzentren

Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um 8,6 Prozent auf 3,49 Milliarden US-Dollar. Große Infrastrukturprojekte in Nordamerika trieben das Geschäft an. Amrize profitiert hier vor allem vom Bau neuer Rechenzentren und Fertigungsanlagen.

Die Profitabilität hielt mit diesem Wachstum allerdings nicht Schritt. Das Unternehmen weist einen bereinigten Gewinn je Aktie von 0,88 US-Dollar aus. Analysten hatten im Vorfeld mit einem höheren Wert von etwa 0,96 US-Dollar gerechnet.

Energiekosten drücken die Margen

Das Management korrigierte das Ziel für das operative Ergebnis (EBITDA) nach unten. Erwartet werden für das Gesamtjahr nun 3,1 bis 3,2 Milliarden US-Dollar. Als Grund nennt Amrize die hohe Kosteninflation bei Diesel, Rohstoffen und Fracht.

Preiserhöhungen konnten diese Belastungen bisher nicht vollständig ausgleichen. Besonders das Geschäft mit Dach- und Dämmlösungen leidet unter dem Margendruck. Das Unternehmen setzt nun auf das Sparprogramm „ASPIRE“, um die Kosten in der zweiten Jahreshälfte zu senken.

Die Aktie verlor am Freitag 8,38 Prozent an Wert und notiert bei 40,91 Euro. Damit hat sich der Abstand zum 52-Wochen-Hoch auf über 27 Prozent ausgeweitet. Seit Jahresbeginn verbucht das Papier bereits ein Minus von fast 13 Prozent.

Amrize hält trotz des operativen Gegenwinds an seiner Dividendenpolitik fest. Für das Quartal erhalten Anteilseigner eine Ausschüttung von 0,11 US-Dollar je Aktie. Das Management muss nun beweisen, dass es die angekündigten Preiserhöhungen zügig am Markt durchsetzen kann.

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