AMS: Ist das Kursplus gerechtfertigt?

Der Halbleiter-und Sensoren-Hersteller AMS zeigte bei der Vorlage seiner Geschäftszahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr, was es heißt, eine positive Überraschung zu liefern.

© ams

Zwar hatte das Unternehmen für das Gesamtjahr einen Umsatzrückgang um 12% auf knapp 550 Mio. Euro gemeldet, wobei der Reingewinn sogar um 31% auf rund 103 Mio. Euro sank. Doch sowohl dies als auch die Zahlen im vierten Quartal (Umsatz minus 9%, EBIT halbiert) lagen deutlich über den Erwartungen der Analysten. Hinzu kam:

Für das neue Geschäftsjahr gibt sich AMS optimistisch. Zwar dürfte das erste Quartal saisonal wieder schwach ablaufen, für das Gesamtjahr rechnet man allerdings mit einem hohen Wachstum, was auch den erst kürzlich neu konsolidierten Hersteller von optischen Sensoren Heptagon betrifft. Außerdem will AMS sein Aktienrückkaufprogramm weiter fortsetzen. Insgesamt will man Aktien im Gesamtvolumen von bis zu 60 Mio. Franken zurückkaufen.

Aus dieser Gemengelage ergibt sich ein in seinen Dimensionen sicherlich mehr als überraschender Kurssprung auf über 40 Franken Das ist natürlich unter Bewertungsaspekten viel zu viel. Gewinnmitnahmen sind hier mehr als wahrscheinlich. Deshalb unsere Empfehlung: Hier sollten Sie bestehende Positionen mindestens halbieren, da aus unserer Sicht zumindestens kurzfristig das erreichte Niveau nicht durchzuhalten sein dürfte.

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