Ams Osram Aktie: 16 Prozent Minus in sieben Tagen

Ams Osram verliert im Zuge einer globalen Halbleiterkorrektur deutlich. Analysten sehen trotzdem Potenzial, während das Unternehmen seine Bilanz restrukturiert.

Die Kernpunkte:
  • Kursverlust von drei Prozent am Montag
  • Halbleitersektor weltweit unter Druck
  • Anleiheemission über eine Milliarde Euro
  • Hauptversammlung am Mittwoch erwartet

Der Halbleitersektor steht unter globalem Druck — und Ams Osram mittendrin. Die Aktie verliert am Montag rund drei Prozent auf 18,05 Euro, nachdem sie in den vergangenen sieben Tagen bereits fast 16 Prozent eingebüßt hat.

Breite Korrektur trifft den Sektor

Der Ausverkauf ist kein Ams-Osram-Problem allein. Nach einem schwachen Freitag an der Nasdaq setzen sich die Verluste zum Wochenstart fort. In Asien gaben wichtige Indizes deutlich nach, Marktbeobachter sprachen von einem „schwarzen Montag“. In Deutschland trifft es neben Ams Osram auch Infineon. Analysten führen die Schwäche auf Spekulationen über weitere Zinsschritte der US-Notenbank Fed zurück — verbunden mit einer Sektor-Rotation nach monatelangen Kursgewinnen bei Halbleiterwerten.

Trotz des jüngsten Rücksetzers notiert die Aktie noch immer rund 58 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 11,40 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier mehr als verdoppelt.

Anleihe, Verkauf, Restrukturierung

Ams Osram hat zuletzt aktiv an der Bilanz gearbeitet. Das Unternehmen emittierte eine vorrangige Schuldverschreibung über eine Milliarde Euro mit 7,25 Prozent Verzinsung und Laufzeit bis 2032. Das CMOS-Bildsensorgeschäft verkaufte man für rund 40 Millionen Euro an indie Semiconductor — ein weiterer Schritt, um sich auf Licht- und Sensortechnologie zu konzentrieren.

JPMorgan und Jefferies bewerten die Aktie mit „Overweight“ beziehungsweise „Buy“. Ihre Kursziele liegen bei 21,00 Euro und 23,60 Franken — beide deutlich über dem aktuellen Kurs.

Hauptversammlung am Mittwoch

Am 10. Juni findet die ordentliche Hauptversammlung statt. Das Management dürfte dort zum Stand des Restrukturierungsprogramms und zur Auftragslage in der Automobil- und Industriesparte Stellung nehmen. Bei einer annualisierten Volatilität von über 130 Prozent bleibt jede Aussage zur Geschäftsentwicklung marktrelevant — das dürfte spannend werden.

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