ams-OSRAM Aktie: Elmet kauft Wolfram-Assets

ams-OSRAM verlängert die CEO-Bindung bis 2031, verkauft Produktionsanlagen und verteidigt Automotive-Patente. Die Aktie liegt 114 Prozent vorn.

Die Kernpunkte:
  • CEO-Vertrag bis September 2031 verlängert
  • Verkauf von Schwabmünchner Anlagen vereinbart
  • Zwei Patentklagen gegen Refond eingereicht
  • Aktie seit Jahresbeginn 114 Prozent gestiegen

ams-OSRAM bereitet sich auf die kommenden strategischen Schritte vor und setzt dabei auf personelle Stabilität an der Unternehmensspitze. Vor gut einer Woche vereinbarte das Unternehmen den Verkauf der Wolfram- und Molybdän-Assets, während zum 1. Oktober 2026 die neue Vertragslaufzeit von CEO Aldo Kamper beginnt.

Der Aufsichtsrat hatte dessen Vertrag am 30. Juli vorzeitig bis zum 30. September 2031 verlängert. Mit dieser langfristigen Festlegung sichert der Konzern die Kontinuität in der Führung, während parallel die Bereinigung von Randbereichen und die Durchsetzung von Schutzrechten vorangetrieben werden.

Bereinigung der Fertigungskapazitäten

Die Straffung des Portfolios zeigt sich in den jüngsten Transaktionen. Für die Wolfram- und Molybdän-Produktionsassets in Schwabmünchen unterzeichnete Elmet Technologies eine definitive Kaufvereinbarung.

Der Vollzug dieser Veräußerung ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen. Für ams-OSRAM markiert dieser Schritt die Trennung von traditionellen Produktionsbereichen, wodurch sich das Unternehmen stärker auf höherwertige Aktivitäten ausrichten kann.

Dazu passt auch die Kooperation zur Markenverwertung, die ams-OSRAM am 28. Juli mit USHIO Industry & Entertainment vereinbarte. Die geschlossene Markennutzungsvereinbarung ermöglicht es dem Partner, ausgewählte professionelle technische Beleuchtungsprodukte weiterhin unter der Marke OSRAM zu vertreiben. Auf diese Weise monetarisiert der Konzern seinen Markennamen in ausgewählten Segmenten, ohne dafür eigene Fertigungskapazitäten binden zu müssen.

Patentschutz im Automotive-Bereich

Neben den Portfolioanpassungen nimmt die juristische Verteidigung eigener Entwicklungen einen zentralen Raum ein. Am 13. August reichte ams-OSRAM in Deutschland zwei Patentverletzungsklagen gegen einen Distributor von Elektronikkomponenten ein.

Die Klagen betreffen den Vertrieb von Automotive-LED-Produkten des Anbieters Refond Optoelectronics, speziell aus den Baureihen Ceramic und EMC. Mit dem juristischen Vorgehen schützt das Unternehmen seine Position im Fahrzeugbereich und signalisiert den konsequenten Schutz geistigen Eigentums.

Kursentwicklung am Aktienmarkt

An den Finanzmärkten zeigten die Anleger zuletzt Zurückhaltung. Nach der Ankündigung des Schwabmünchen-Verkaufs vor gut einer Woche konsolidierte das Papier, beendete die Handelswoche am Freitag jedoch bei 18,05 Euro. Trotz dieser kurzfristigen Atempause fällt die Bilanz auf längere Sicht positiv aus: Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie einen Zuwachs von 114 Prozent.

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