ams Osram Aktie: Entschuldung läuft
Der Halbleiterkonzern hat sein Entertainment- und Industrielampengeschäft verkauft, um die Schuldenlast zu reduzieren. Für 2026 erwartet das Unternehmen jedoch ein Übergangsjahr mit gedämpften Umsatzerwartungen.

- Verkauf der ENI-Sparte für 114 Millionen Euro
- Nettoverlust im Vorjahr deutlich reduziert
- Umsatzerwartungen für 2026 gedämpft
- Restrukturierung mit 2.000 Stellenabbau geplant
Der österreichische Halbleiterkonzern ams Osram hat den Verkauf seines Entertainment- und Industrielampengeschäfts an den japanischen Konkurrenten Ushio für 114 Millionen Euro abgeschlossen. Die Transaktion ist Teil einer umfassenden Strategie, mit der das Management die hohe Schuldenlast des Unternehmens abbauen will. Doch 2026 wird zum Übergangsjahr mit gedämpften Erwartungen.
Zweiter Verkauf in kurzer Zeit
Am 2. März 2026 ging die ENI-Sparte („Entertainment and Industry Lamps“) an Ushio über. Damit wechselten Produktionsstätten in Berlin, rund 500 Mitarbeitende sowie zugehörige Entwicklungskapazitäten und Patente den Besitzer. Das veräußerte Geschäft erwirtschaftete 2024 rund 170 Millionen Euro Umsatz und galt als profitabel.
Der Deal folgt auf eine noch größere Transaktion: Im vergangenen Jahr verkaufte ams Osram sein Analog/Mixed-Signal-Sensorgeschäft für 570 Millionen Euro an Infineon. Allein dieser Verkauf senkte die Verschuldung im Verhältnis zum bereinigten EBITDA (Leverage Ratio) auf 2,5. Das erklärte Ziel des Konzerns liegt bei einer Quote unter 2.
Verluste halbiert, aber Gegenwind bleibt
Die Entschuldungsstrategie zeigt erste Erfolge in der Bilanz. Der Nettoverlust sank 2025 auf 130 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch 786 Millionen Euro zu Buche standen. Mit einem Umsatz von 874 Millionen Euro und einer bereinigten EBITDA-Marge von 18,4 Prozent im vierten Quartal übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten.
Für das laufende Jahr dämpft das Management jedoch die Erwartungen. Das erste Quartal 2026 soll rund 760 Millionen Euro Umsatz bringen – allein der ENI-Verkauf kostet durch die Dekonsolidierung etwa 10 Millionen Euro. Belastend wirken zudem ungünstige Währungseffekte und steigende Edelmetallpreise.
Sparprogramm mit 2.000 Stellenstreichungen
Parallel zur Entschuldung läuft das Restrukturierungsprogramm „Simplify“. Bis 2028 sollen jährlich zusätzlich 200 Millionen Euro eingespart werden. Die Kehrseite: Weltweit fallen rund 2.000 Arbeitsplätze weg. Allein in Regensburg sind dreistellige Stellenzahlen betroffen, weil das Unternehmen reife Produktlinien nach Asien verlagert.
Am 20. März folgt der Quartalsbericht zum ersten Quartal 2026. Die Zahlen werden zeigen, ob der Konzern den Umbau operativ wie geplant umsetzt und die Entschuldung vorankommt.
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