Ams Osram Aktie: Infineon kauft Sensor-Geschäft

Ams Osram treibt den Konzernumbau mit Spartenverkäufen voran. Die Aktie legt deutlich zu, während Analysten die Schuldenreduzierung positiv bewerten.

Die Kernpunkte:
  • Aktie springt um 8,5 Prozent
  • Sensor-Sparte an Infineon verkauft
  • Sparprogramm „Simplify“ bis 2028
  • Moody's hebt Ausblick auf positiv

Ams Osram räumt radikal auf. Der Konzern verkauft Unternehmensteile am laufenden Band. Die Börse feiert diesen Kurswechsel. Heute springt die Aktie um 8,50 Prozent auf 21,70 Euro.

Am Mittwoch hat das Management einen wichtigen Schlussstrich gezogen. Ams Osram verkaufte sein Sensor-Geschäft an Infineon. Der Kaufpreis von 570 Millionen Euro fließt komplett in bar. Das Unternehmen trennt sich damit konsequent von Randbereichen.

Parallel dazu treibt CEO Aldo Kamper den Konzernumbau voran. Das Sparprogramm „Simplify“ soll bis 2028 jährlich 200 Millionen Euro einbringen. Bereits im Frühjahr stieß das Unternehmen zwei weitere Sparten ab. Käufer waren der Technologiekonzern Ushio und indie Semiconductor.

Weniger Schulden, mehr Fokus

Das Ziel: weniger Schulden. Die jüngsten Verkäufe spülen dringend benötigtes Kapital in die Kasse. Ams Osram will seine teuren Altlasten loswerden. Im Mai sicherte sich der Konzern frisches Kapital über eine neue Anleihe über eine Milliarde Euro.

Diese Papiere laufen bis 2032 und kosten 7,25 Prozent Zinsen pro Jahr. Damit tilgt das Management ältere Kredite mit deutlich höheren Raten. Ab 2027 sinkt die Zinslast spürbar. Die Ratingagentur Moody’s belohnt diese Entwicklung und hob den Ausblick kürzlich auf positiv an.

Analysten sehen Chancen

Die Erleichterung am Markt ist deutlich messbar. Seit Jahresbeginn schoss der Kurs um 155,29 Prozent nach oben. Auch JPMorgan stuft die Papiere weiterhin auf „Overweight“ ein. Die Bank erwartet neue Wachstumsimpulse im wichtigen Automotive-Sektor.

Trotz der Rallye bleibt die Volatilität hoch. Zum 52-Wochen-Hoch von 26,70 Euro fehlen aktuell noch rund 18,7 Prozent. Bei den kommenden Quartalszahlen rechnet der Markt nun genau nach. Das Management muss beweisen, dass die Schuldenlast durch die Verkäufe tatsächlich sinkt.

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