Ams Osram Aktie: Jefferies hebt auf 21 Schweizer Franken

Der Chipkonzern setzt auf KI-Rechenzentren und Datenbrillen. Analysten reagieren mit Kurszielanhebungen auf die Neuausrichtung.

Die Kernpunkte:
  • Aktie steigt um 135 Prozent
  • Fokus auf KI-Rechenzentren
  • Entwicklungsvereinbarung mit Partner
  • Umsatzpotenzial bei Smart Glasses

Lange Zeit galt Ams Osram als Sanierungsfall. Jetzt positioniert sich der Konzern als Hardware-Enabler für den Boom der Künstlichen Intelligenz. Auf einer Technologiekonferenz skizzierte das Management am Donnerstag den Weg in die digitale Photonik. An der Börse wird dieser Strategiewechsel honoriert. Seit Jahresbeginn ist die Aktie um 135 Prozent nach oben geschossen. Mit einem Kurs von rund 20 Euro notiert das Papier aktuell nur knapp unter seinem Jahreshoch.

Fokus auf KI-Rechenzentren und Datenbrillen

Ein zentraler Baustein der Neuausrichtung ist eine Entwicklungsvereinbarung mit einem namentlich nicht genannten Partner. Gemeinsam arbeiten die Unternehmen an optischen Interconnects auf Basis von Mikro-Emitter-Arrays. Diese Technologie soll die gigantischen Datenmengen in künftigen KI-Rechenzentren hochparallel und effizient übertragen. Hier verbindet Ams Osram seine Expertise in der CMOS-Fertigung mit langjähriger Sensor-Erfahrung.

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Neben den Serverfarmen rücken KI-gestützte Augmented-Reality-Brillen in den Mittelpunkt. Das Management rechnet sich in diesem Segment erhebliche Chancen aus. Pro verkaufter Smart-Glass-Einheit taxiert der Konzern das eigene Umsatzpotenzial auf 50 bis 100 Euro.

Analysten justieren ihre Modelle

Die operativen Fortschritte zwingen Analysehäuser zur Neubewertung. Jefferies hob die Aktie kürzlich auf „Buy“ und schraubte das Kursziel von 8,30 auf 21 Schweizer Franken. Die Experten sehen eine zunehmende Sichtbarkeit der KI-Partnerschaften. Parallel dazu erkennen sie eine beginnende Erholung in den Kernmärkten Automobil und Industrie.

J.P. Morgan agiert derweil zurückhaltender. Zwar stuften die Analysten das Papier von „Underweight“ auf „Neutral“ hoch und hoben das Kursziel auf 11,80 Franken an. Sie loben explizit die Chancen der Micro-LED-Technologie im Rechenzentrums-Bereich. Allerdings warnen die Experten vor anhaltenden Risiken im Consumer-Geschäft, maßgeblich getrieben durch die hohe Abhängigkeit vom Smartphone-Markt.

Übergangsjahr mit klaren Zielen

Finanziell steht das laufende Jahr im Zeichen der Konsolidierung. Die liquiden Mittel lagen zum Ende des ersten Quartals bei rund 1,3 Milliarden Euro. Die Nettoverschuldung verharrte stabil bei knapp 1,1 Milliarden Euro. Das laufende Effizienzprogramm soll die Kostenstruktur in den kommenden Monaten weiter verschlanken.

Für das Gesamtjahr peilt der Vorstand einen freien Cashflow von mehr als 300 Millionen Euro an. Dieser Wert profitiert maßgeblich von Desinvestitionen, wie der jüngsten Veräußerung des CMOS-Bildsensor-Geschäfts. Aus eigener Kraft will Ams Osram erst im kommenden Jahr wieder einen positiven Mittelzufluss erwirtschaften.

Der kurzfristige Fokus richtet sich nun auf das laufende zweite Quartal. Das Management prognostiziert einen Umsatz zwischen 725 und 825 Millionen Euro bei einer bereinigten EBITDA-Marge von rund 15,5 Prozent. Erreicht der Konzern diese Spanne, verfestigt sich der fundamentale Turnaround.

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