Ams Osram Aktie: Kartellamt entscheidet über 570-Mio-Deal

Das Bundeskartellamt prüft den Verkauf an Infineon. Eine positive Entscheidung könnte den Schuldenabbau beschleunigen.

Die Kernpunkte:
  • Kartellamt prüft Infineon-Deal
  • Schuldenabbau als Sanierungsziel
  • Aktie erreicht neues 52-Wochen-Hoch
  • Hauptversammlung im Juni geplant

Seit dem Dezember-Tief hat sich die ams Osram Aktie mehr als verdreifacht. Das Bundeskartellamt hält jetzt den Schlüssel zum nächsten Schritt.

Infineon-Deal wartet auf grünes Licht

Seit dem 3. März 2026 prüft das Bundeskartellamt den geplanten Verkauf des nicht-optischen Sensorgeschäfts an Infineon. Das Volumen: 570 Millionen Euro. Infineon übernimmt dabei Sensorprodukte, geistiges Eigentum und rund 230 Mitarbeitende aus Forschung und Entwicklung.

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Die Genehmigung wird noch im zweiten Quartal 2026 erwartet. Fällt sie positiv aus, sinkt der Verschuldungsgrad von 3,3 auf rund 2,5. Das ist der größte Einzelhebel im gesamten Sanierungsplan.

Die Logik dahinter ist klar: Seit Ende März kann ams Osram hochverzinsliche Anleihen aus dem Jahr 2023 vorzeitig kündigen. Die Mittel dafür kommen aus dem Infineon-Deal sowie einem Ushio-Verkauf über 114 Millionen Euro. Das Ziel: Die jährlichen Finanzierungskosten sollen bis 2028 von bis zu 300 Millionen Euro auf unter 150 Millionen Euro fallen.

Weiterer Portfolioabbau läuft

Parallel hat ams Osram das CMOS-Bildsensor-Geschäft an indie Semiconductor verkauft. Der Preis: 40 Millionen Euro, davon 35 Millionen Euro in bar. Rund 20 Millionen Euro fließen direkt in den Schuldenabbau. Der Abschluss ist für das dritte Quartal 2026 geplant.

Für das zweite Quartal 2026 erwartet der Konzern Umsätze zwischen 725 und 825 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge soll bei 15,5 Prozent liegen, plus oder minus 1,5 Prozentpunkte. Für das Gesamtjahr bleibt der Ausblick unverändert: Der freie Cashflow soll 300 Millionen Euro übersteigen.

Der Markt kauft 2027, nicht heute

Die Kursentwicklung spricht eine deutliche Sprache. Mit einem Plus von rund 192 Prozent seit Jahresbeginn notiert die Aktie auf einem neuen 52-Wochen-Hoch von 24,80 Euro. Allein in den vergangenen 30 Tagen legte der Kurs knapp 87 Prozent zu.

Der Markt bewertet hier nicht die Gegenwart — das jüngste Quartal wies noch einen Nettoverlust von 72 Millionen Euro aus. Er kauft den Umbau, der 2027 zu positivem freiem Cashflow führen soll.

Ein weiterer Termin rückt näher: Am 10. Juni 2026 findet die Hauptversammlung in Premstätten statt. Wer abstimmen will, muss seinen Anteilsbesitz bis zum Record Date am 31. Mai 2026 nachweisen — die Frist läuft also in dieser Woche ab. Auf der Tagesordnung stehen neben Standardthemen auch die Neuwahl von zwei Aufsichtsratssitzen.

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