ams OSRAM Aktie: Moody’s dreht den Daumen

Die Ratingagentur Moody's bewertet die Finanzlage von ams OSRAM positiver, während hohe Rohstoffkosten die Profitabilität belasten. Das Unternehmen meldet zudem einen Rekordauftragsbestand.

Die Kernpunkte:
  • Moody's hebt Ratingausblick auf 'positiv' an
  • Goldpreis belastet Quartalsmarge um 50 Millionen Euro
  • Rekordauftragsbestand von über fünf Milliarden Euro
  • MicroLED-Scheinwerfer startet im neuen Audi Q3

Rekordauftragsbestand, Serienstart im Audi Q3, KI-Ambitionen im Rechenzentrum — und trotzdem frisst der Goldpreis die Marge. Bei ams OSRAM laufen gerade viele Entwicklungen parallel, die in unterschiedliche Richtungen zeigen. Anleger haben das zuletzt klar honoriert: Die Aktie hat sich innerhalb eines Jahres fast verdoppelt und notiert aktuell bei 12,20 Euro.

Rückenwind von der Ratingagentur

Moody’s hob den Ausblick auf das B3-Rating von „stabil“ auf „positiv“ an — und das ist mehr als eine Formalie. Die Ratingagentur begründet den Schritt mit möglichen Erlösen aus Asset-Verkäufen und ausreichend Liquidität, um kurzfristige Verbindlichkeiten abzubauen. Konkret geht es um zwei Hochzinsanleihen über insgesamt rund eine Milliarde Euro, die Kuponsätze von bis zu 12,25 Prozent tragen. Eine erfolgreiche Refinanzierung könnte die jährlichen Finanzierungskosten von rund 300 Millionen Euro auf unter 150 Millionen Euro halbieren — das wäre ein struktureller Sprung für die Profitabilität.

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Parallel hat ams OSRAM einen Auftragsbestand auf Rekordniveau gemeldet: vertraglich gesicherte Produktionszusagen im Wert von über fünf Milliarden Euro. Diese Design-Wins gelten als verlässlicher Vorlaufindikator für künftige Umsätze.

EVIYOS im Audi Q3 — und bald im Rechenzentrum?

Der EVIYOS HD25 debütiert im neuen Audi Q3 und ist damit das erste microLED-Scheinwerfersystem in einem Serienfahrzeug der Kompaktklasse. Das System mit über 25.000 individuell steuerbaren Pixeln wurde gemeinsam mit Beleuchtungsspezialist ZKW entwickelt und ermöglicht etwa das automatische Umschalten zwischen Spur- und Orientierungslicht in Baustellen.

Daneben adaptiert ams OSRAM seine microLED-Technologie für optische Verbindungen in KI-Rechenzentren. Das Konzept: Statt eine einzelne ultraschnelle Datenleitung an ihre Grenzen zu treiben, verteilt das System Signale über viele parallele Kanäle — eine sogenannte „Slow-and-Wide“-Architektur. UBS-Analyst Harry Blaiklock sieht das Unternehmen hier gut positioniert, rechnet aber erst ab 2028 mit nennenswerten Umsätzen aus diesem Segment. Sein Kursziel: 13,40 Franken.

Goldpreis kostet 50 Millionen Euro

Die Schattenseite ist konkret: CFO Rainer Irle beziffert die zusätzliche Belastung für das erste Quartal auf rund 50 Millionen Euro — verursacht durch den historisch hohen Goldpreis und den starken US-Dollar. Gold ist ein essenzieller Rohstoff in der Halbleiterfertigung und trifft die Marge direkt. Für Q1 2026 erwartet ams OSRAM Umsätze von rund 760 Millionen Euro bei einer bereinigten EBITDA-Marge von etwa 15 Prozent.

Barclays-Analyst Simon Coles bleibt skeptisch und verwies auf schwache Saisonalität bei Smartphone-Einführungen — sein Kursziel liegt bei 10 Franken, also unter dem aktuellen Kurs. Am 14. Mai legt ams OSRAM die vollständigen Q1-Zahlen vor. Dann wird sich zeigen, ob das Rohstoffproblem tatsächlich so beherrschbar ist, wie das Management suggeriert — oder ob die 50-Millionen-Belastung nur der Anfang war.

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