ams OSRAM Aktie: Nichia abgelöst

Der Halbleiterkonzern ams OSRAM hat die globale Marktführerschaft im LED-Beleuchtungssegment übernommen. Das laufende Jahr bleibt jedoch herausfordernd, während die Aktie die operative Neuaufstellung noch nicht einpreist.

Die Kernpunkte:
  • Übernahme der globalen LED-Marktführerschaft
  • Automotive-Bereich als solides Fundament
  • Herausforderndes Übergangsjahr mit Umsatzrückgang
  • Fortschritte beim Schuldenabbau durch Verkäufe

Fünf Jahre nach der Fusion hat ams OSRAM den japanischen LED-Riesen Nichia überholt und die globale Marktführerschaft im LED-Beleuchtungssegment übernommen. CEO Aldo Kamper bestätigte den Meilenstein am Donnerstag in München mit den Worten, die Technologien beider Vorgängerunternehmen wüchsen „jetzt richtig zusammen“. Ein strategischer Erfolg — der an der Börse bislang kaum ankommt.

Automotive als Fundament, Zukunft in der Photonik

Im Automobilbereich liefert ams OSRAM bereits an nahezu alle namhaften Fahrzeughersteller weltweit. Als konkreter Wachstumstreiber gilt die EVIYOS-Technologie: hochauflösende Scheinwerfersysteme mit präziser Lichtsteuerung, die Kamper zufolge ab 2028 erstmals mehr als 100 Millionen Euro Umsatz beisteuern sollen.

Unter dem Strategiebegriff „Digital Photonics“ bündelt der Konzern seine Aktivitäten rund um intelligente optische Halbleiterlösungen. Augmented-Reality-Brillen, Biosensoren und optische Verbindungen für KI-Rechenzentren sollen gegen Ende des Jahrzehnts ebenfalls dreistellige Millionenumsätze generieren.

Schwieriges Übergangsjahr belastet die Zahlen

Das laufende Jahr bleibt trotzdem herausfordernd. Für das erste Quartal erwartet der Konzern Erlöse von rund 760 Millionen Euro — ein sequenzieller Rückgang von bis zu 19 Prozent. Allein der starke US-Dollar dürfte die Ergebnisse um rund 50 Millionen Euro belasten. Hinzu kommen steigende Edelmetallpreise und Erlösausfälle durch Unternehmensverkäufe.

Die Aktie notiert rund 9 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt — der Markt preist die operative Neuaufstellung noch nicht ein.

Beim Schuldenabbau macht ams OSRAM hingegen messbare Fortschritte: Der Verkauf des nicht-optischen Sensorgeschäfts an Infineon für 570 Millionen Euro verläuft planmäßig. Der Pro-forma-Verschuldungsgrad soll dadurch von 3,3 auf 2,5 sinken. Das Kostensenkungsprogramm „Simplify“ und der Ausbau des margenstarken IP-Lizenzgeschäfts rund um die OSRAM-Marke ergänzen den Kurs.

Am 7. Mai legt ams OSRAM die Q1-Zahlen vor. Dann zeigt sich, ob der Konzern seinen Zeitplan für die Rückkehr in die Gewinnzone bis 2027 einhält — und ob die LED-Führungsposition mehr ist als ein symbolischer Etappensieg.

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