ams OSRAM Aktie: Operative Wende geschafft
Der Halbleiter- und Lichtkonzern ams OSRAM meldet erstmals seit Jahren wieder ein operatives Plus. Die Sanierung schreitet mit Stellenabbau und Schuldenreduzierung voran, doch die kommenden Quartalszahlen sind entscheidend.

- Positives operatives Ergebnis nach Jahren im Minus
- Design-Wins im Halbleitergeschäft auf Rekordniveau
- Neues Sparprogramm mit Stellenabbau gestartet
- Schuldenabbau durch Verkäufe und Rückkäufe
Erstmals seit Jahren schreibt ams OSRAM wieder operative Gewinne. Das EBIT drehte im Geschäftsjahr 2025 von einem Fehlbetrag von 547 Millionen Euro auf ein Plus von 102 Millionen Euro — ein klarer Einschnitt in der Sanierungsgeschichte des Halbleiter- und Lichtkonzerns. Die Rückkehr in die Gewinnzone ist damit vollzogen, die eigentliche Bewährungsprobe aber noch nicht.
Kerngeschäft mit Rückenwind
Der Umsatz ging wechselkursbedingt um drei Prozent auf 3,32 Milliarden Euro zurück. Das Chip-Kerngeschäft legte währungsbereinigt jedoch um sieben Prozent zu — ein wichtiger Unterschied. Die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich von 16,8 auf 18,3 Prozent, der Nettoverlust schrumpfte von 786 auf 130 Millionen Euro.
Noch bedeutsamer für die mittelfristige Perspektive: Im Halbleitersegment erreichte das Unternehmen 2025 ein Allzeithoch bei Design-Wins von über 5 Milliarden Euro. Diese vertraglich gesicherten Aufträge für die Serienproduktion gelten als Frühindikator für künftige Umsätze — und deuten auf eine gut gefüllte Pipeline hin. Strategisch setzt ams OSRAM auf digitale Photonik in Wachstumsfeldern wie Augmented Reality, Biosensorik, Robotik und optischen Verbindungen für KI-Rechenzentren.
Stellenabbau und Schuldenabbau laufen parallel
Die operative Erholung entbindet das Management nicht von weiteren Einschnitten. Das neue Transformationsprogramm „Simplify“ soll bis 2028 zusätzliche 200 Millionen Euro jährlich einsparen. Rund 2.000 Stellen fallen weg, etwa die Hälfte davon in Europa — mit dem Schwerpunkt in Deutschland. Am Standort Regensburg sind im Halbleitergeschäft Stellenstreichungen im niedrigen bis mittleren dreistelligen Bereich geplant. Der österreichische Heimatstandort Premstätten bleibt ausgenommen.
Parallel läuft der Schuldenabbau über Desinvestitionen. Im Januar kaufte ams OSRAM Anleihen mit knapp 200 Millionen Euro Nominalwert zurück, im März folgte der Abschluss des Lampengeschäft-Verkaufs an Ushio für 114 Millionen Euro. Der ausstehende Verkauf des nicht-optischen Sensorgeschäfts an Infineon soll im zweiten Quartal 2026 weitere 570 Millionen Euro einbringen. Das strategische Ziel: ein Nettoverschuldungs-EBITDA-Verhältnis unter 2 und Zinskosten von unter 150 Millionen Euro jährlich.
Q1 unter Druck — 7. Mai als nächster Gradmesser
Der Preis für die Portfoliobereinigung zeigt sich bereits in der laufenden Prognose. Für das erste Quartal 2026 erwartet ams OSRAM Erlöse von rund 760 Millionen Euro bei einer bereinigten EBITDA-Marge von etwa 15 Prozent — ein Rückgang, der den Wegfall des Lampengeschäfts nach dem Ushio-Verkauf widerspiegelt. Am 7. Mai legt das Unternehmen die Q1-Zahlen vor. Dann muss das Management zeigen, dass die laufenden Kostensenkungen die schwächere Umsatzbasis im Automobil- und Industriegeschäft zügig auffangen können.
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