Ams Osram: Q1-Zahlen am 7. Mai 2026

Der Halbleiterkonzern legt am 7. Mai seine Q1-Zahlen vor. Analysten sind uneins, während der Schuldenabbau durch Verkäufe vorangetrieben wird.

Die Kernpunkte:
  • Vorlage der Q1-Zahlen am 7. Mai
  • Umsatzprognose zwischen 710 und 810 Millionen Euro
  • Schuldenabbau durch Verkäufe von Geschäftsteilen
  • Uneinigkeit der Analysten über Aktienbewertung

Über 54 Prozent Kursplus seit Jahresbeginn — und das trotz eines schwierigen Quartals. Bei Ams Osram klaffen operative Realität und Kursentwicklung derzeit weit auseinander. Am 7. Mai legt der Halbleiterspezialist seine Zahlen für das erste Quartal vor. Dann wird sich zeigen, wie viel Substanz hinter der Rally steckt.

Goldpreis und Saisonalität belasten das Ergebnis

Das Management hat die Erwartungen bereits gedämpft. Für das erste Quartal 2026 rechnet Ams Osram mit einem Umsatz zwischen 710 und 810 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge soll bei rund 15 Prozent liegen — spürbar unter dem Vorjahreswert.

Finanzvorstand Rainer Irle nennt zwei Haupttreiber: Währungseffekte durch einen starken US-Dollar und steigende Edelmetallpreise. Gold ist ein wesentlicher Rohstoff in der Chipherstellung. Höhere Goldpreise schlagen deshalb direkt auf die Kosten durch.

Hinzu kommen saisonale Schwankungen im Smartphone-Markt. Barclays-Analyst Simon Coles senkte sein Kursziel im April auf 10,00 Schweizer Franken und beließ die Einstufung auf „Equal Weight“. Er verwies auf Unsicherheiten bei der Nachfrage nach Sensorlösungen. Die UBS sieht das anders — sie hält an ihrer Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 13,40 Schweizer Franken fest.

Schuldenabbau als eigentlicher Hebel

Kurzfristige Schwäche, langfristiger Plan. Das ist die Logik hinter dem Transformationsprogramm „Simplify“. Bis 2028 will Ams Osram jährlich rund 200 Millionen Euro einsparen. Rund 2.000 Stellen fallen weg.

Der größere Hebel liegt in den Verkäufen. Das Lampengeschäft ging bereits im März an den japanischen Konzern Ushio. Der Verkauf des analogen Sensorgeschäfts an Infineon soll im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Zusammen bringen beide Transaktionen rund 670 Millionen Euro. Das Geld fließt direkt in den Schuldenabbau.

Das Ziel: Den Verschuldungsgrad von 3,3 auf etwa 2,5 senken. Ob die Kartellbehörden den Infineon-Deal bis dahin freigeben, ist noch offen — und dürfte beim Earnings Call am 7. Mai eine der meistgestellten Fragen sein.

Die Aktie notiert aktuell bei 13,10 Euro und damit knapp 5 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Der RSI liegt bei 40 — kein überhitztes Bild, aber auch kein klares Kaufsignal. Wer auf die Restrukturierungsstory setzt, braucht am 7. Mai vor allem ein Update zum Infineon-Zeitplan.

Ams Osram-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ams Osram-Analyse vom 27. April liefert die Antwort:

Die neusten Ams Osram-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ams Osram-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Ams Osram: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Ams Osram