Anglo American Aktie: 80 Prozent EBITDA aus Kupfer bis 2027

Anglo American treibt den Wandel zum Kupferkonzern voran. Bis 2027 soll das Metall 80 Prozent des Gewinns liefern. Die Aktie reagiert mit Kursgewinnen.

Die Kernpunkte:
  • Kupfer-Anteil am Gewinn soll 80% erreichen
  • Sonderdividende von 4,5 Milliarden Dollar geplant
  • Kohle-Verkauf bringt Milliarden-Erlös ein
  • Modernisierung der chilenischen Kupfermine Los Bronces

Anglo American forciert den radikalen Umbau zum Kupfer-Spezialisten. Die Märkte reagierten prompt auf die geschärfte Strategie. Am Freitag legte die Aktie um 4,74 Prozent zu und schloss bei 875,14 ZAR.

Fokus auf Kupfer-Dominanz

Das Management peilt eine klare Dominanz an. Bis 2027 soll Kupfer 80 Prozent des operativen Gewinns (EBITDA) erwirtschaften. Marktberichte über einen möglichen Deal mit Teck Resources stützen diese Ambitionen.

Aktionäre dürfen auf hohe Ausschüttungen hoffen. Geplant ist eine Sonderdividende von 4,5 Milliarden US-Dollar. Finanziert wird dies unter anderem durch den Verkauf der Kohle-Assets an Dhilmar.

Dieser Ausstieg aus der Kohle bringt bis zu 3,88 Milliarden US-Dollar ein. Die Integration neuer Geschäftsteile verspricht jährliche Synergien von 800 Millionen US-Dollar. Bestehende Aktionäre halten künftig 62,4 Prozent am Gesamtkonzern.

Modernisierung in Chile

In Südamerika sichert der Konzern seine langfristige Produktion. Für die Los Bronces-Mine wurde eine Umwelterklärung über 1,1 Milliarden US-Dollar eingereicht. Ziel ist eine Modernisierung des Wasser-Managements.

Die Mine soll so bis 2036 betrieben werden. Anglo American will den Frischwasserverbrauch dort bis 2030 um 50 Prozent senken. Diese ökologischen Meilensteine gelten als zentral für künftige Fördergenehmigungen.

Analysten bewerten die Lage vorsichtig optimistisch. HSBC hob das Kursziel an, belässt die Einstufung jedoch auf „Hold“. Zum 52-Wochen-Hoch fehlen dem Papier derzeit noch rund 5,6 Prozent.

Der nächste wichtige Termin steht bereits fest. Im Juli 2026 veröffentlicht Anglo American den Produktionsbericht für das zweite Quartal. Dann zeigt sich, wie effizient die operativen Einheiten tatsächlich arbeiten.

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