Anglo American Aktie: Kupfer-Wette läuft
Der Bergbaukonzern treibt den Verkauf von Kohleminen voran und fokussiert sich auf Kupfer. Die geplante Fusion mit Teck Resources wartet noch auf die chinesische Genehmigung.

- Kupferproduktion bleibt stabil
- Verkauf australischer Kohleminen eingeleitet
- Fusion mit Teck Resources geplant
- China-Freigabe noch ausstehend
Anglo American wandelt sich mit hohem Tempo. Der Bergbaugigant stößt konsequent alte Lasten ab. Der Fokus liegt nun fast vollständig auf Kupfer und hochwertigem Eisenerz. Die Strategie ist klar: Weg von fossilen Brennstoffen, hin zu Metallen für die globale Energiewende.
Fokus auf Kupfer
Die Produktion von Kupfer bleibt stabil. In Peru und Chile laufen die Anlagen derzeit zuverlässig. Das Management hat die Kosten im Griff und senkte die Prognose für die Stückkosten im Kupfersegment. Starke Erlöse aus Nebenprodukten federn den Inflationsdruck bei Kraftstoffen und Material ab.
Das Herzstück der Neuausrichtung ist die geplante Fusion mit Teck Resources. Dieser Schritt soll Anglo American zu einem Weltmarktführer bei Kupfer machen. Ein Hindernis bleibt bestehen: Die Kartellfreigabe aus China steht noch aus. Das Management erwartet den Abschluss zwischen dem dritten Quartal 2026 und dem ersten Quartal 2027.
Radikaler Portfolioumbau
Parallel dazu trennt sich das Unternehmen von Randgeschäften. Der Verkauf der australischen Kohleminen ist eingeleitet. Ein internationaler Partner übernimmt diese Aktiva voraussichtlich bis zum ersten Quartal 2027. Die Erlöse aus diesem Geschäft sollen die Bilanz stärken und Spielraum für Investitionen schaffen.
Der Konzern zieht sich außerdem aus den Bereichen Nickel, Platin und Diamanten zurück. Das Ziel ist ein schlankes, fokussiertes Portfolio. Das Woodsmith-Projekt in Großbritannien bleibt ein wichtiger langfristiger Faktor. Hier geht es um Düngemittel, deren Produktion ab 2028 beschleunigt werden könnte.
Die Transformation macht Anglo American unmittelbar abhängig von der globalen Elektrifizierung. Erhält der Konzern die China-Freigabe für den Teck-Deal, ist der Weg zum reinen Kupfer-Player frei. Bis dahin stützen die stabilen Cashflows aus dem Eisenerzgeschäft den kapitalintensiven Umbau.
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